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Anliegen der Initiative GottesSuche

In der Gewalt erleben sich Menschen von Gott und den Menschen verlassen und isoliert. Die Erfahrung des lebenserhaltenden Schutzes und der Fürsorge ist ihnen versagt. Vertrauen in sich, in andere Menschen und Gott zerbrach - oder konnte im Fall früher Gewalterfahrung erst gar nicht aufgebaut werden.

Auf dem Weg der Heilung müssen Betroffene feststellen, dass es in Therapien nur ausnahmsweise möglich ist, der Spur der spirituellen Verletzungen nachzugehen und Wege der Heilung auszuprobieren. Bestenfalls fühlen sich TherapeutInnen für christlich - spirituelle Fragen nicht zuständig. 

Aber auch die christlichen Gemeinden fühlen sich nicht zuständig. In der gemeindlichen Liturgie und Praxis kommen Gewalterfahrungen und ihre langfristigen Folgen in der Regel nicht vor. Die SeelsorgerInnen wissen meist nichts über Traumatisierung und reagieren oft entsprechend hilflos. Sie haben Anteil an der allgemeinen Leugnung oder gar - manchmal theologisch legitimierten - Rechtfertigung von Gewalt. Auch in den Kirchen wird Gewalt noch immer als normaler und unvermeidlicher, oft nicht einmal wahrgenommener Bestandteil der Religion und der Kultur betrachtet - nicht etwa als Sünde. Erst seit 2010 beginnt sich dies ganz langsam zu verändern.
Auch betroffene Frauen sind noch kaum gewohnt, einander von ihrem Glauben und Unglauben zu erzählen; Hoffnungen und Verzweiflungen, Versagen, Vertrauensfähigkeit und Vertrauensunfähigkeit, Zweifel und bittere Fragen zu thematisieren. Diese schwierigen Erfahrungen können jedoch von ihrem Schrecken verlieren, wenn sie zur Sprache - und damit zur Welt - gebracht werden. Gemeinsam kann gelernt werden, die Begleitung Gottes auch dann anzunehmen, wenn alles dagegen zu sprechen scheint.

Betroffene stellen Fragen
Haben Gewalterfahrungen einen Sinn? Wie geht es mit der Aussöhnung mit ihrem Schicksal? Wie gewinnen sie ihre verletzte Spiritualität (zurück)?
Wo war Gott während des einmaligen, mehrmaligen oder langjährigen Erlebens von Gewalt?
Welche Gottesvorstellungen sind hilfreich? Ist der biblische Gott ein Gott der Täter und Täterinnen? Ist er der/die Verbündete im Kampf um das Leben Betroffener?
Wo finden sie Menschen, die ihre soziale Isolation und Ausgrenzung reduzieren helfen?
Können sie mit der Erkenntnis leben lernen, Opfer geworden zu sein?
Wie können sie das Vertrauen in sich, in Menschen, in Gott wiedergewinnen oder erstmals aufbauen?
Wie gehen sie mit ihrer Trauer über die Tragik dieses Lebens um?
Wie können sie einander trösten und stärken?
Können sie auch die Freude über gelungene Schritte und gute Erfahrungen miteinander teilen?
Wie können sie in Solidarität mit anderen Opfern - Kindersoldaten, Holocaustüberlebenden, Kriegsopfern, Opfern von Sextourismus und Frauenhandel ... - (es gibt so viele) leben? 
Positionen und Wünsche
Im Frühjahr 2000 entschied ich - nicht zum ersten Mal und nie unangefochten - über meinen Verbleib in meiner Herkunftskirche. Damals formulierte ich die folgenden Positionen und Wünsche. Dies geschah vor allem im Blick auf meine Kirche, die katholische. Diese Herkunft leugne ich nicht - für Hinweise und ökumenische Horizonterweiterungen bin ich jedoch dankbar.
Horizont des Themas
1. In der Theologie, der Liturgie, der Seelsorge erleben Frauen beständig ihre Minder-Wertigkeit. Diese Erfahrung teilen Frauen mit Gewalterfahrungen in der Kindheit mit vielen anderen, nicht traumatisierten Frauen. Traumatisierte Frauen erleben jedoch eine spezifische Verlassenheit in kirchlichen Kontexten. Sie erleben eine Fortsetzung ihrer Missachtung und zugleich eine himmlisch legitimierte Fundierung der erlittenen Gewalt.

2. Unabhängig von der konkret erlebten Gewalt (Inzest, sexueller Missbrauch, psychische oder physische Gewalt, Vergewaltigung, Kombinationen der Gewaltformen) hat die menschliche Psyche nur begrenzte Möglichkeiten, Gewalt zu erleben, zu überleben, zu verarbeiten und sich künftig vor weiteren Verletzungen zu schützen. Jede Lebensgeschichte und ihre Bewältigung ist einmalig. Da die psychische Struktur des Erlebens - bei Frauen und Männern -  jedoch ähnlich ist, kann von gemeinsamen Erfahrungen gesprochen werden.

3. Allein von sexualisierter Gewalt sind ¼ bis 1/3 aller Mädchen betroffen. Es ist also davon auszugehen, dass auch in den sonntäglichen Gottesdiensten mindestens jede 4. anwesende Frau von Gewalterfahrungen geprägt ist.

4. Für früh traumatisierte Frauen sind Erfahrungen von schutzloser Gewaltaussetzung, Stigmatisierung, Verrat in nahen Beziehungen und Ohnmacht prägende, in die Persönlichkeit eingegrabene Strukturelemente. Diese Strukturelemente werden durch manche Erfahrungen im kirchlichen Raum fortgesetzt und verstärkt. Dabei ist von einer Wechselwirkung auszugehen: Die Kirche will sich nicht mit kritischen Anfragen zur „Männerkirche“ auseinandersetzen und traumatisierte Frauen sind oft nicht in der Lage, ihre Isolation zu durchbrechen, die Sprachlosigkeit zu überwinden, ihr Erleben darzustellen und ihre Rechte einzufordern.

Das Erleben von Glauben, Theologie und Kirche - persönliche Anmerkungen

Nun stelle ich thesenartig die langfristigen Folgen von Gewalterfahrungen von Frauen dar und skizziere, welche spezifischen Probleme mit Glauben, Bibel und Kirche traumatisierte Frauen haben bzw. haben können.

1. Die Erfahrung von Gewalt ist die tief eingegrabene und später generalisierte Erfahrung von absoluter Ohnmacht. Das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, etwas/jemanden/eine Situation/sich selbst verändern zu können, ist geschwächt oder genommen. Zugleich haben Frauen/Mädchen oft über lange Jahre hinweg erfahren, dass sie keine Hilfe finden. Zu oft wurden sie überhört, übergangen, übersehen. Zu oft mussten sie erleben, dass die Täter angesehen waren – und sie kein Ansehen hatten. Ihre Sprache – es ist die Sprache der Opfer, die kenntnisreich entschlüsselt werden muss – wurde nicht verstanden.

  • In der Kirche wird diese Ohnmachtserfahrung von Frauen fortgesetzt. Immer wieder und noch immer vergeblich fordern Frauen in den Kirchen die ihnen zustehenden Rechte gleichwertiger Menschen ein, wie sie im biblischen Menschenbild nachweisbar sind und im Umgang Jesu mit Frauen bestätigt werden. Frauen jedoch müssen erleben, wie sie über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg hingehalten, vertröstet, ausgelacht und mit absurden Argumenten oder gar einem Diskussionsverbot abgespeist werden, wenn sie ihre Rechte einfordern. In der alltäglichen und oft beiläufigen Diskriminierung von Frauen in der Kirche – selbst die Liedtexte sind noch voll davon – erleben sie die Fortsetzung ihrer Missachtung. Diese Missachtung ist der erlebten Gewalt nicht vergleichbar. Sie wird jedoch schleichend wie ein niedrig dosiertes Gift aufgenommen. Sie scheint der Preis zu sein, den Frauen zu zahlen bereit sein müssen, wenn sie mit dem jüdisch - christlichen Gott in Kontakt kommen wollen.  Der Kirchenraum ist ein ausgeprägt hierarchischer Raum, in dem die Orte der Frau, des Mannes, des Laien, des Priesters.... bis hin zum Ort Gottes klar definiert sind durch Zuweisung von Macht und Ohnmacht, Berechtigung und Nicht-Berechtigung, Über- und Unterordnung. Frauen stoßen in der soziologischen Verfasstheit der Kirche ständig auf Machtgefälle. Das Machtgefälle hält die Erinnerung an ihre erlebte Ohnmacht fest und gibt der Gewalt eine vom Himmel abgeleitete Berechtigung. Gegen die himmlisch sanktionierten patriarchalischen Verhältnisse anzuleben, weil frau nicht auf den Himmel verzichten will, erfordert große Kraftanstrengung.
2. In der Gewalt erfährt die Frau, dass vertraute Menschen – im Falle der Eltern die höchsten irdischen Autoritäten - nicht vertrauenswürdig sind. Frau muss sich vor ihnen schützen, um weitere Verletzungen zu vermeiden. Wo sie Schutz und Hilfe erwarten dürfte, erfährt sie Schutzlosigkeit und willkürliche Gewalt. „Es gibt nur einen Menschen, auf den ich mich verlassen kann – und das bin ich selbst.“ So könnte eine Folge von Gewalterfahrung umschrieben werden. Diese Haltung half, die Situation der Gewalt zu überleben. Diese Haltung wird hinfort aber in allen Beziehungen zur Falle, weil sie nicht erlaubt, Gefühle des Vertrautseins, der Abhängigkeit, des Angewiesenseins, der Hingabe zuzulassen.
  • Glaube spielt sich nicht im luftleeren Raum ab. Er ist Spiegelbild menschlicher Erfahrungen. Menschen, die lernen mussten, dass die ersten Vertrauenspersonen nicht vertrauenswürdig und sogar gefährlich waren, haben unendliche Schwierigkeiten, Gott als vertrauenswürdig zu erleben. Zugleich sind sie in ihrer Hingabefähigkeit eingeschränkt, weil Hingabe und Nähe immer schon mit Gewalt und Verletzung verbunden waren und immer wieder angstauslösend sind. Verschärft wird diese gewordene Un-Fähigkeit dadurch, dass die Gewalttäter oft Männer sind und Gott noch immer als „Mann“ gedacht und erlebt wird. Für Frauen mit Gewalterfahrungen im kirchlichen Kontext spitzt sich diese Situation noch einmal zu: Gott ist ein Mann und steht – wie die kirchliche Hierarchie auch -  auf der Seite der (kirchlichen) Männer/Täter. Glauben heißt, dem Gott Israels und Jesu zu vertrauen. Traumatisierte Frauen haben gelernt, dass Vertrauen gefährlich ist, verletzt und schändet. Es ist um jeden Preis zu vermeiden. Zugleich fühlen sich diese Frauen schuldig für ihre Vertrauensunfähigkeit.
3. Von Entführungs- und Folteropfern kennen wir das befremdende Phänomen: Die Opfer identifizieren sich mit dem Aggressor. Dies tun auch Kinder, die über längere Zeit willkürlicher Gewalt ausgesetzt sind. Der Aggressor muss um jeden Preis Recht haben, weil der Gedanke, dass die versorgende und Schutz gewährende Autorität Unrecht haben und tun könnte, für ein Kind unerträglich ist und sein Überleben gefährden würde. Das Kind definiert also auch die gewalttätige Autorität als gut.
Wenn nun eine gute Autorität Gewalt ausübt, jedoch per definitionem kein Unrecht tun kann, dann gibt es nur eine Möglichkeit: Die Gewalt ist gerechtfertigt, weil das Kind böse und schlecht ist und Schuld an der Gewalt hat. Dieses Gefühl der Schuld und Schlechtigkeit, gefolgt von dem Gefühl der Scham, wird in die Persönlichkeit des werdenden Menschen eingegraben. Die Schutz gebende Autorität kann so gerettet werden – Selbstwertgefühl und Integrität des Opfers bleiben auf der Strecke. „Seelenmord“ ist ein für diese Erfahrung zutreffender Begriff.
  • In der Kirche wird das Gefühl der Schuld, der Schlechtigkeit und der nachfolgenden Scham zementiert. In der Bibel, in der Auslegungs- und Wirkungsgeschichte der Bibel, in der Geschichte der Kirche – überall stoßen Frauen darauf, dass sie Schuld haben. Sie haben Adam verführt, ihnen ist die Vertreibung aus dem Paradies anzulasten, sie sind das Einfallstor des Teufels.... Gott wird zu einem Gott, der auf der Seite der Mächtigen, der Männer, der Täter steht. Die Botschaft von einem befreienden, aus Knechtschaft herausführenden Gott gerät unter der Hand für traumatisierte Frauen zu einer Botschaft von einem Gott, der jedenfalls nicht auf der Seite der Frauen steht. Klammheimlich und über lange, schreckliche Zeiten unerkannt wird diese Gottesvorstellung mitgeschleppt und kann im Untergrund ihr zerstörerisches Werk tun. Die reflektierten Gottesvorstellungen mögen die Sprache der Befreiung kennen – die körperlichen und seelischen Erfahrungen wissen nichts davon.
4. Im öffentlichen Diskurs ist es ebenso ausgemacht wie vor Gericht: Die Opfer sind selber Schuld. Das Gefühl der Zugehörigkeit zu anderen Menschen verschwindet, weil die Gewalterfahrung die Frau mit dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit, des Andersseins und dem Gefühl der Stigmatisierung zurücklässt. Die Frau mit Gewalterfahrung erlebt sich isoliert und wie mit einem allen sichtbaren Kainsmal versehen. Das Gefühl, Schuld zu haben, vergiftet jede Lebensäußerung. Wer Schuld auf sich geladen hat, hat keine Rechte und keine Berechtigung. Der biblische Kain wusste es: Er hatte Schuld und musste sich folglich verbergen, ruhelos und rastlos, d.h. auch heimatlos, hatte er zu sein. Wer ihn fände, würde ihn erschlagen. Nun war Kain ein Mörder – und Frauen sind Opfer. Dennoch kennen traumatisierte Frauen dieses Lebensgefühl. Die ihnen zugewiesene Schuld an der Gewalt - sie ist von realer Schuld zu unterscheiden! - hindert sie daran, Gott oder Menschen wirklich nahe zu kommen. Nähe bedeutet dann immer schon, dass die Schuld der Frau erkannt würde und ihr ohnehin prekäres Gefühl der Existenzberechtigung noch fragiler würde. Nähe und Verbundenheit sind also zu meiden.
  • In der Kirche ist – mehr noch als sonst in der Gesellschaft üblich – der Mann der Normalfall des Menschen. Die Frau ist die „Andere“, die nicht dazugehört, die nicht Teil hat an den Rechten des menschlichen Normalfalles, die sich männlicher Definitionsmacht ihres „Wesens“ zu unterwerfen hat – die theologische Literatur über Maria mag als Beispiel dienen. Frauen mit Gewalterfahrungen erfahren in der Kirche eine Bekräftigung ihres Andersseins, die sie mit der ganzen Wucht mehrtausendjähriger theologischer Tradition trifft. Ein Gefühl der Zugehörigkeit ist unter diesem Ballast kaum noch auszumachen.
5. Im Falle sexualisierter Gewalt – aber nicht nur dort – ist es offensichtlich, dass Frauen über ihr Geschlecht und ihre daraus abgeleitete gesellschaftliche Rolle definiert werden. Sie werden Opfer, weil sie weiblich sind. (Dass auch Männer Opfer werden, bleibt dabei unberührt.)
  • In der kirchlichen Optik gibt es Frauen nahezu ausschließlich als Jungfrauen, Mütter und Ehefrauen. Sie werden über ihr Geschlecht definiert. (Männer hingegen würden es sich – zu Recht - verbitten, ausschließlich als sexuell unerfahrene Männer oder als Ehemänner oder als Väter definiert zu werden.) Von der Kirche haben Frauen mit Gewalterfahrungen keine Ermutigung und Unterstützung zu erwarten, wenn sie sich auf die Suche nach einer Identität machen, die die sexuelle Identität integriert und sie zugleich überschreitet. Kirchlich vermitteltes weibliches Rollenangebot verkrüppelt statt zu befreien.
6. Kindliche Gewaltopfer wissen sehr genau, dass sie zu schweigen haben. Das Schweigen brechen zu lernen kann Jahre und Jahrzehnte dauern und ist höchst angstbesetzt. Wird das Schweigen gebrochen, dann muss über die Folgen des Patriarchats für Frauen und Kinder gesprochen werden. Hierarchien müssen in Frage gestellt werden. Himmlische Legitimation irdischer patriarchaler Verhältnisse ist zu befragen. Auch vor einem Gottesbild, das einen gewalttätigen Gott zeigt (Opfertheologie, Jahwe als Kriegsherr, Jahwe als Vergewaltiger in Nah 3,5-6; Hos 2,12), kann nicht Halt gemacht werden. Die Angst ist eine doppelte: Zunächst die Angst vor dem Brechen eines gesellschaftlichen und kirchlichen Tabus – dann aber auch die Angst, die entsteht, wenn eigene vertraute und liebgewordene Denkgewohnheiten aufgegeben werden müssen.
  • Die Bücher, auf die sich die Christen berufen, sind patriarchalische Bücher, geschrieben in patriarchalen Zeiten. In der Bibel kommen Frauenerfahrungen eher am Rande vor, Frauen sind tendenziell unsichtbar. Die Wirkungsgeschichten vieler biblischer Texte verschärften die Randständigkeit und Ausgrenzung von Frauen. Die Kirchengeschichte tat ein Übriges dazu, Frauen zum Schweigen zu bringen. Hexenverbrennungen gehören der Geschichte an – vergessen sind sie nicht. Oft wurde Frauen die Rolle der Projektionsträgerin zugewiesen, die die dunklen und abgewehrten Kehrseiten männlicher Macht zu tragen hatten. Die Weigerung von Frauen, Projektionsträgerin zu sein, muss zu starker Angst auf Seiten der Machthaber führen und heftige Gegenreaktionen auslösen. So wird verständlich, dass das Paulus-Wort von der in der Kirche schweigenden Frau seine nahezu ungebrochene Wirksamkeit entfalten kann und Frauen, die sprechen, als hysterisch denunziert werden. Weil Frauen diese Formen heftigster Abwehr kennen, fürchten und teilen (!), scheint ihr Schweigen allemal sicherer zu sein. Wenn das Sterben Jesu die logische Konsequenz eines Lebens an der Seite der Opfer von Gewalt war, dann kann unser Schweigen sich allerdings nicht auf Jesus berufen. Dies auch dann nicht, wenn Frauen zur Abwechslung mal im eigenen Interesse erzählen und sprechen.
Ausblick: Drei Möglichkeiten
  • Ich kann einem „Gott der Täter“ den Laufpass geben - und mit ihm zusammen auch einem vielleicht überraschend anderen Gott. Damit verzichte ich auf eine entscheidende Dimension meines Lebens.
  • Ich kann auch den „Gott der Täter“ retten – auf meine und unsere Kosten, indem ich meine Hoffnung auf Anerkennung und Wahrgenommenwerden begrabe und auf eine eigene, berechtigte Identität verzichte.
  • In beiden Fällen bleibt immer jemand auf der Strecke: Ich selbst mit Sicherheit. Vermutlich auch ein biblischer Gott, von der ich die Hoffnung nicht aufgeben mag, dass Sie auf meiner Seite steht. Dann bleibt also nur ein dritter Weg: Sich beharrlich und geduldig miteinander auf die Suche nach einem hilfreichen Gott zu machen, die auch für traumatisierte Frauen  ein offenes Ohr hat. 
4.11.2000 Erika Kerstner


Was wir gemeinsam tun 

  • Wir teilen unsere Erfahrungen miteinander und unterstützen uns gegenseitig. Dies geschieht in der Mailingliste oder auch in Einzelkontakten per Mail.
  • Seelsorgliche Unterstützung kann auch bei Marieluise Gallinat-Schneider und Pfr. Dr. Joerg Sieger nachgefragt werden. 
  • Im Raum Karlsruhe trifft sich einmal monatlich eine Gruppe.  
  • So weit unsere Kraft reicht, arbeiten wir an der Bewusstseinsbildung der Öffentlichkeit über Gewalt gegen Frauen mit, um den Schutz von Kindern und Frauen zu vergrößern.
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