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Dez. 2016 - Richard Sipe schreibt einen Brief an Bischof McElroy, San Diego, der nicht beantwortet und daher veröffentlicht wurde.: Sipe nennt Namen und stellt fest: "Sooner or later it will become broadly obvious that there is a systemic connection between the sexual activity by, among and between clerics in positions of authority and control, and the abuse of children. When men in authority — cardinals, bishops, rectors, abbots, confessors, professors—are having or have had an unacknowledged - secret-active-sex-life under the guise of celibacy an atmosphere of tolerance of behaviors within the system is made operative."






Bischöfe, die sexuellen Missbrauch begingen






kirchliche Sanktionen

Staatliche Ermittlungen/Verurteilung
Bischof Heinrich Maria Janssen, Bistum Hildesheim, soll einen Jungen missbraucht haben. Das Bistum hält die Anklage für wahrscheinlich.
Quelle: faz.net
starb vor Veröffentlichung des Verbrechens
keine staatlichen Ermittlungen
14.4.1998 Kardinal Groer, Wien - mehrere Ex-Schüler beschuldigen ihn des sexuellen Missbrauchs
Quelle: derstandard.at

1985 erste Vorwürfe; Rücktritt vom Bischofsamt 1995, aus Altersgründen; Prior des Benediktinerklosters in Maria RoggendorfGöttweig 1996; Amtsenthebung 1998;
Groer gibt auf Wunsch des Papstes seinen bisherigen Wirkungskreis auf 1998;
Groer gibt auf "Bitte des Heiligen Vaters" seinen bisherigen Wirkungskreis auf - derstandard.at/1250027/Chronologie-der-Causa-Groerkeine weiteren kirchenrechtlichen Maßnahmen
keine staatlichen Ermittlungen
1998 Bischof Joseph Keith Symons († Mai 2012), Palm Beach. 1998 Rücktritt wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger; lebt bis zum Tod in einem Kloster
Quelle: alt.ikvu.de Oktober 2002
Mit 65 Jahren vorzeitiger Rücktritt

keine staatlichen Ermittlungen
26.9.2009 Raymond John Lahey, Bischof von Antigonish,  Nova Scotia, Kanada. Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie. 
n24.de
Bat um seinen Rücktritt, dem Papst Benedikt am 26.9.2009 stattgab. Am 4.1.2012 wurde er in den Laienstand versetzt. Er war im Jan. 2012 zu 15 Monaten Haft verurteilt wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie.
2002/2010 Erzbischof Edgardo Gabriel Storni, Argentinien, hat als Bischof der Provinz Santa Fe - 1984 bis 2002 - einen Seminaristen sexuell missbraucht.  Im Oktober 2016 verurteilte ein argentinisches Gericht die kath. Kirche zur Zahlung von 50.000 Dollar an ein Opfer. Storni soll 47 junge Männer missbraucht haben. 1994 gab es eine Untersuchung des Vatikans, Papst Johannes Paul II. hat ihn jedoch im Amt bestätigt. 2002 wurden eine Anzeige gegen Storni öffentlich bekannt. Daraufhin trat er auf Anweisung des Vatikans von seinem Amt zurück, beteuerte jedoch seine Unschuld. Verurteilt zu 8 Jahren Gefängnis, die er wegen seines Alters im Hausarrest verbringen darf
11.3.2002 Der römisch-katholische Bischof der US-Diözese Palm Beach, Knoxville, Florida, Anthony Joseph O'Connell, ist 25 Jahre nach dem sexuellen Missbrauch eines Teenagers zurückgetreten. Der 13-Jährige hatte Hilfe gesucht, nachdem er bereits durch andere Priester zu Opfern gemacht wurde. Die Kirche gab dem Opfer Dixon 125.000 Dollar (143.000 Euro) und verlangte Schweigen.
Anthony J. O'Connell, ist am Freitag zurückgetreten und hat den sexuellen Missbrauch eines Minderjährigen in den 70-er Jahren gestanden. Zuvor hatte eine Zeitung berichtet, O'Connell habe einen damals 13-jährigen Schüler missbraucht, der bei ihm wegen bereits erfolgten Missbrauchs durch andere Priester Hilfe gesucht hätte. O'Connell gestand den Vorfall ein, führte ihn jedoch auf das "Klima der 70-er Jahre" zurück, in dem viel von sexueller Befreiung die Rede gewesen sei, berichtet die "New York Times" (Samstagsausgabe). - derstandard.at/889609/Bischof-in-Florida-wegen-Missbrauchs-Minderjaehriger-zurueckgetretenQuellen: orf  derstandard.at  religion.orf.at
1996 Zahlung des Bistums Jefferson City 125.000 US-Dollar. 1988 Ernennung zum Bischof, 2002 nimmt der Papst Johannes Paul II. das Rücktrittsgesuch an.
Keine weiteren kirchl. Sanktionen.
keine staatlichen Ermittlungen
2002  Weihbischof Eisenbach, Bistum Mainz, trat nach Missbrauchsvorwürfen gegenüber einer erwachsenen Frau, die in seelsorglicher Begleitung von Eisenbach war, zurück.
Quelle: n-tv.de religionv1.orf.at
Vorzeitiger Rücktritt
Er war bis zur Pensionierung weiterhin in der Seelsorge tätig.
staatliche Ermittlungen: Gericht stellte fest, dass Seelsorge kein schützenswerter Raum ist.
2002 Der US-Bischof J. Kendrick Williams, Lexington, ist wegen sexuellen Missbrauchs in zwei Fällen zurückgetreten. Ein früherer Ministrant hatte den katholischen Bischof von Lexington des sexuellen Missbrauchs beschuldigt und Klage eingereicht. Williams habe sich 1981 während seiner Zeit als Priester in Louisville an ihm vergangen, heißt es in der Klage von James Bennet, der damals zwölf Jahre alt und Ministrant in der Pfarrei des heutigen Bischofs war.
Quelle:
religionv1.orf.at  wsj.com 17.4.2010

Zunächst wurde Williams beurlaubt, dann trat er wegen Krankheit oder anderer gewichtiger Gründe zurück.

keine staatlichen Ermittlungen
23.8.2005 Der Bischof von Santiago del Estero, Juan Carlos Maacarone, tritt wegen einer sexuellen Beziehung zu einem jungen Mann zurück.
Quelle: religionv1.orf.at
Mit 65 Jahren vorzeitiger Rücktritt ohne Angabe von Gründen. keine staatlichen Ermittlungen
20.9.2013 Dem Weihbischof von Ayacucho, Gabrino Miranda Melgarejo, Opus-Dei, wird sexueller Missbrauch vorgeworfen.
Quelle: reuters.com
Der Papst setzt den Weihbischof ab.

31.5.2010 Erzbischof von Benin City, Nigeria, Richard Anthony Burke wird von einer Frau beschuldigt, sie - als zunächst 14-Jährige - sexuell missbraucht zu haben. Missbrauch bestreitet er, den Bruch des Ehelosigkeitsgelübdes gibt er zu.
Quelle: Süddeutsche irishventral.com
  rhein-zeitung.de
Mit 61 Jahren vorzeitiger Rücktritt
keine staatlichen Ermittlungen
23.4.2010 Der belgische Bischof Vangheluwe, Brügge, ist wegen sexuellen Missbrauchs seines Neffen zurückgetreten. In einem späteren Interview gibt er zu, zwei Neffen missbraucht zu haben.
Quelle: religionv1.orf.at brf.be
Mit 74 Jahren vorzeitiger Rücktritt
keine staatlichen Ermittlungen
20.1.2011 Der ungarische Bischof Mihaly Mayer, Pecs, ist zurückgetreten. Ihm werden 40 verschiedene Straftaten vorgeworfen, darunter sexuelle Belästigung.
Quelle: orf
Mit 60 Jahren vorzeitiger Rücktritt
keine staatlichen Ermittlungen
3.3.2011 Aus "gesundheitlichen Gründen" wurde das Rücktrittsgesuch des Bischofs von Ngong, Cornelius Schilder, Mill-Hill-Missionar, vom Papst angenommen. Am 1.8.2009 gab er sein Amt vorzeitig ab. Ihm wird vorgeworfen, Anfang der 90er Jahre einen damals 14 Jahre alten Jungen in Ngong in Kenia sexuell missbraucht zu haben.
Quelle: Radio Vatikan
Mit 68 Jahren vorzeitiger Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen 2009.
keine staatlichen Ermittlungen
20.12.2011 Bischof Ronald Bär, 1983 - 1993 Bischof von Rotterdam, soll Hausverbot im Priesterseminar gehabt haben, weil er angeblich sexuelle Kontakte zu den angehenden Geistlichen suchte.
Domradio


9.10.2012 Der chilenische Bischof von Iquique, Marco Antonio Órdenes Fernández, hat seinen Rücktritt eigereicht. Ihm wird sexueller Missbrauch von mehr als einem Jugendlichen vorgeworfen. Er spricht von einer "unvorsichtigen Handlung". Medien warfen ihm vor, einen zweiten Jungen missbraucht zu haben.
Quellen: kipa  n24.de
Mit 48 Jahren vorzeitiger Rücktritt

keine staatlichen Ermittlungen
2014 Erzbischof Wesolowski soll Jungen missbraucht haben in der Dominikanischen Republik, wo er als Botschafter des Papstes arbeitet.
welt.de
2013 berief Papst Franziskus Wesolowski von seinem Botschafterposten ab, entließ ihn später aus dem Priesterstand und kündigte eine vatikan. Untersuchung an. Wesolowski starb vor Einleitung eines Verfahrens. Die Dominikanische Republik und Polen, Wesolowskis Herkunftsland, verzichteten auf einen Auslieferungsantrag, weil W. vatikanischer Staatsbürger war.
7.7.2016 Der Erzbischof des Bistums Paraiba in Brasilien, Aldo Di Cillo Pagotto, ist zurückgetreten. Ihm war vorgeworfen worden, Priester und Seminaristen zu weihen bzw. zuzulassen, die von anderen Bischöfen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs Minderjähriger aus ihren Bistümern entfernt worden waren. Dem Erzbischof werden auch eigene "unziemliche sexuelle Kontakte" (mutmaßlich eine sexuelle Beziehung zu einem 18-Jährigen) angelastet.
Quelle: radiovaticana.va orf irishexaminer.com
Der Rücktritt wurde vom Papst nach Can. 401,2 angenommen. Dieser Paragraph regelt den Rücktritt wegen angegriffener Gesundheit "oder aus einem anderen schwerwiegenden Grund". keine staatlichen Ermittlungen
Bischof Jean-Michel Di Falco, Paris, soll einen Schüler sexuell missbraucht haben. Bischofsernennung von Gap 2003
Quelle: wir-sind-kirche.de - 2001
2003 Beförderung zum Bischof statt kirchenrechtlicher Konsequenzen Missbrauchsverfahren wegen Verjährung eingestellt (21. März 2002)
28.9.2004 Im Februar 2004 trat der Bischof von Springfield, Maaschusetts, Thomas Dupre, zurück. Ihm wurde die Vergewaltigung Minderjähriger vorgeworfen.
Quelle: religionv1.orf.at
Mit 71 Jahren vorzeitiger Rücktritt
Keine Verurteilung wegen Verjährung
14.4.2016 Bischof Anthony Ferrario (1982-1993; 2003), Hawai, Thomas Doyle sagt, der Vatikan habe vor der Bischofsernennung von den Missbrauchsvorwürfen gegen Ferrario gewusst, sie jedoch ignoriert.
Quelle: hawaiinewsnow.com 14.4.2016
Keine kirchenrechtlichen Untersuchungen bzw. Sanktionen
keine staatlichen Ermittlungen
18.6.2016 Gegen den Erzbischof von Guam, Antony Apuron, erhebt ein dritter Mann den Vorwurf, der Erzbischof habe ihn als 15-Jährigen sexuell missbraucht.
Quelle: guampdn.com
Beurlaubung im Juni 2016 keine staatlichen Ermittlungen;
kirchliche Ermittlungen nimmt d
er frühere Kurienkardinal Raymond Leo Burke vor. Er soll er die Missbrauchsvorwürfe von Roland Sondia gegen Apuron prüfen. Insgesamt 3 Männer werfen Apuron sexuellen Missbrauch vor.
Quelle: orf.at 16.2.2017
12.6.2002 Der Erzbischof von Milwaukee, Wisconsin, Rembert Weakland tritt wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs zurück. 1998 soll dem Opfer die Erzdiözese Milwaukee für ein Schweigeversprechen umgerechnet 450.000 US-Dollar aus dem Bistumsfond gezahlt haben.
Quelle: orf
Rücktritt mit 75 Jahren
keine staatlichen Ermittlungen
8.9.2013 Bischof Robert Brom, San Diego, soll einen Seminaristen zu einer "sexuellen Beziehung" gewungen haben.
wikipedia.org
Der Papst nimmt das Rücktrittsgesuch an.
8.9.2013

Bischof Georg Müller SSCC, Deutscher, hat in Norwegen einen Messdiener missbraucht.
Quelle: web.archive.org   press.vatican.va
Vorzeitiger Rücktritt - "wegen Unzufriedenheit des Bischofs mit dem Gemeindeleben" in Trondheim/Norwegen.
Papst nimmt den Rücktritt 2009 an.

Juliusz Paetz, Erzbischof von Posen, 1996 - 2002, sexuelle Übergriffe auf Seminaristen
Quelle:de.wikipedia.org

2002 Suspendierung

Der emeritierte Erzbischof Tomas Camacho, Diözese Chalan Kanoa, Nördliche Marianen, wird von einem Mann der Vergewaltigung beschuldigt. Der Kläger, Melvin Duenas, 55 Jahre, sagt, er wurde zwischen 1968 und 1974  als Messdiener missbraucht. 2006 habe er versucht, den Bischof zu kontaktieren, jedoch keine Antwort erhalten. Der Kläger berichtet, er sei auch von einem weiteren Priester aus Guam, Pater Louis Brouillard, missbraucht worden.
Quelle: pacificnewscenter.com 13.2.2017


Ein heute 62-Jähriger beschuldigt den verstorbenen Erzbischof von Guam, Felixberto C. Flores, ihn vor mehr als 50 Jahren an der Cathedral Grade School sexuell missbraucht zu haben. Flores war der Vorgänger des beurlaubten Erzbischofs von Guam, Apuron, der im Vatikan auf seinen Prozess wegen Kindesmissbrauchs wartet. Flores ist neben Apuron und dem ehemaligen Bischof von Saipan der dritte Kirchenführer von den Marianen, die des sexuellen Missbrauchs beschuldigt werden. Der Bischof von Saipan, emeritus Tomas Camacho wird ebenfalls vor dem Bezirksgericht von Guam beschuldigt.
Quelle: guampdn.com 2.6.2017
vor der Anzeige verstorben

Kardinal Keith O'Brien, Großbritannien, trat zurück. Vier Priester haben sich über ihn beschwert - O'Brien habe sich ihnen gegenüber "unangemessen" verhalten.
Quelle: 25.2.2013 Spiegel

Rücktritt 2013

4.8.2017 Der ehemalige Bischof Thomas O'Brien, Phoenix, Bistum Tucson, Arizona, wird beschuldigt, zwischen 1977 und 1982 einen Jungen in Pfarreien von Phoenix und Goodyear sexuell missbraucht zu haben. Er beteuert seine Unschuld.  Früher schon hat er eingeräumt, Priestern die Arbeit mit Minderjährigen gestattet zu haben, obwohl er von Vorwürfen der Kindesmisshandlung gegen diese Seelsorger wusste. Darüber hinaus habe er die Priester in neue Gemeinden versetzt.
Quellen: nzz.ch

New York Times  nzz.ch
bereits wegen Unfallflucht nach einem Verkehrsunfall mit einem Toten zurückgetreten.





Bischöfe, denen Vertuschung vorgeworfen wird
Erwartung des Papstes

17.8.2016 Kardinal Marx wird vorgeworfen, einen Missbrauchsfall in seiner Zeit als Bischof von Trier vertuscht zu haben.
Quelle: katholisch.de
Im April 2013 Berufung in den Kardinalsrat, der den Papst bei der Reform der Kurie unterstützen soll.
Quelle: radiovaticana.va
keine staatlichern Ermittlungen
Gegen Kardinal Francisco Javier Errazuriz ist wegen des Vorwurfs der Missbrauchsvertuschung Anzeige erhoben worden. Er soll Briefe an den Täter Karadima und den ebenfalls Beschuldigten Geistlichen Diego Ossa geschrieben haben, in denen er den Beschuldigten Verhaltenstipps gab.
Quelle: Radio Vatikan
Im April 2013 Berufung in den Kardinalsrat, der den Papst bei der Reform der Kurie unterstützen soll.
Quelle: radiovaticana.va
Anzeige
Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga erklärte, er sei bereit, ins Gefängnis zu gehen, um nicht einem seiner Priester zu schaden, auch wenn der Vorwurf Pädophilie sei. So hat er zwischen 2002 und 2003 einen von Interpol wegen sexuellen Missbrauchs gesuchten Priester eine Zeit lang untergebracht.
Quellen: Badische Zeitung   theguardian.com
Im April 2013 Berufung in den Kardinalsrat, der den Papst bei der Reform der Kurie unterstützen soll.
Quelle: radiovaticana.va
-
30.10.2001 Der kath. Erzbischof von Cardiff, John Ward (72) ist zurückgetreten. Er hatte einen Lehrer, der wegen Pädophilieverdacht entlassen worden war, zum Priester geweiht. Der Priester war 2000 zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt worden - nach weiteren Missbrauchsfällen.
1998 war Wards Pressesprecher wegen sexuellen Kindesmissbrauchs zu 8 Jahren Haft verurteilt worden.
Quelle: Kirchenzeitung Linz
Vorzeitiger Rücktritt vom Bischofsamt
keine staatlichen Ermittlungen
8.4.2002 Der irische Bischof Oliver Comiskey hat seinen Rücktritt eingereicht. Er gab öffentlich zu, den Priester, dem sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen worden war, nicht sofort von seinen Aufgaben entbunden zu haben.
Quelle: ORF
Vorzeitiger Rücktritt mit 67 im Jahr 2002
keine staatlichen Ermittlungen
13.12.2002 Bostons Kardinal Law trat zurück.
Quelle: religionv1.orf.at
Keine kirchenrechtlichen Untersuchungen, stattdessen Versetzung nach Rom - aus dem amerikan. Justizbereich heraus. Im Dezember 2002 verließ er Boston nach Rom und entging somit einer bereits erlassenen Vorladung des Staatsanwalts zum Vorwurf der Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Keine Verurteilung
10.3.2003 Der Bischof der Diözese Tucson, Arizona, Manuel Moreno, ist im Gefolge eines Skandals um sexuellen Missbrauch Minderjähriger durch Priester zurückgetreten. Finanziell steht die Diözese auf Grund enormer Entschädigungszahlungen vor dem Ruin.
Im Januar 2002 hatte die Diözese einen Vergleich mit 16 Klägern geschlossen und sich zur Zahlung von 16 Millionen Dollar verpflichtet. Im Gegenzug wurde der Diözese Stillschweigen über die Vorwürfe zugesagt.
Quelle: orf
2003 vorzeitiger Rücktritt mit 72 Jahren
keine staatlichen Ermittlungen
18.6.2003 Papst Johannes Paul II. hat den Rücktritt von Bischof Thomas O'Brien aus Phoenix, Bistum Tucson, Arizona angenommen. O'Brien hatte nach einem Verkehrsunfall mit einem Toten Fahrerflucht begangen. Er hat überdies eingeräumt, Priestern die Arbeit mit Minderjährigen gestattet zu haben, obwohl er von Vorwürfen der Kindesmisshandlung gegen diese Seelsorger wusste. Darüber hinaus habe er die Priester in neue Gemeinden versetzt.
Quelle: nzz.ch
4.8.2017 Der ehemalige Bischof Thomas O'Brien, Phoenix, Bistum Tucson, Arizona, wird beschuldigt, zwischen 1977 und 1982 einen Jungen in Pfarreien von Phoenix und Goodyear sexuell missbraucht zu haben. Er beteuert seine Unschuld.
Quelle: abcnews.go.com
Mit 68 Jahren vorzeitiger Rücktritt am 18. Juni 2003 keine staatlichen Ermittlungen
30.9.2004 Der Wiener Bischof Kurt Krenn tritt zurück. Er hat die Nutzung von Kinderpornografie im St. Pöltener Priesterseminar und homsexuelle Aktivitäten zw. Leitern des Priesterseminars und von den Leitern abhängigen Seminaristen als Dumme-Buben-Streiche abgetan.
Quelle: religionv1.orf.at
Mit 68 Jahren vorzeitiger Rücktritt am 29. September 2004 auf Wunsch von Papst Johannes Paul II.  keine staatlichen Ermittlungen
25.12.2009 Bischof Eamonn Walsh will wegen Vertuschens von sexuellem Missbrauch im Bistum Dublin zurücktreten, betont aber die eigene Unschuld. Im Erzbistum Dublin haben ca 170 Priester Kinder missbraucht.
Quellen: spiegel.de  zeit.de
Antrag auf vorzeitigen Rücktritt. Am 13.8.2010 lehnt Papst Benedikt den Rücktritt ab. Walsh ist weiterhin im Amt.
keine staatlichen Ermittlungen
25.12.2009 Bischof Raymond Field, Erzdiözese Dublin, tritt wegen Vertuschens von sexuellem Missbrauch im Bistum Dublin zurück. Dort haben etwa 170 Priester Kinder missbraucht.
Quelle: spiegel.de 
google.com und kleine zeitung irishtimes.com
Antrag auf vorzeitigen Rücktritt. Am 13.8.2010 lehnt Papst Benedikt den Rücktritt ab. Field ist weiterhin im Amt. keine staatlichen Ermittlungen
17.12. 2009 Der Bischof von Limerick, Donal Murray, tritt wegen der Vertuschung von Missbrauch an über 300 Kindern zurück.
Quelle: spiegel.de orf http://brf.be/international/76995/
Mit 69 Jahren vorzeitiger Rücktritt am 14. Dezember 2009  keine staatlichen Ermittlungen
12.2009 Bischof von Kildare und Leighlin, James Moriarty, tritt wegen Vertuschens zurück.
Quelle:
spiegel.de
Mit 74 vorzeitiger Rücktritt im April 2010.
keine staatlichen Ermittlungen
Kardinal Roger Mahoney, Los Angeles; wird beschuldigt, mindestens 120 Fälle sexuellen Missbrauchs vertuscht und deren Aufklärung durch Polizeibeamte behindert zu haben.
Die Erzdiözese von Los Angeles, Kardinal Roger Mahony und ein ehemaliger Priester zahlen insgesamt zehn Millionen Dollar - im Gegenzug werden die Vorwürfe in der Affäre nicht weiter verfolgt.
Quelle: spiegel.de

2011 Rücktritt aus Altersgründen,
Ende Januar 2013 entband ihn sein Nachfolger José Gomez wegen des umstrittenen Umgangs mit den Missbrauchsfällen von allen Ämtern. Kardinal und damit teilnahmeberechtigt am Konklave 2013 blieb er.
Ermittlungen, keine Verurteilung
Weihbischof Thomas John Curry, Los Angeles, arbeitete mit Kardinal Roger Mahoney zusammen, vertuschte Missbrauchsfälle
Quelle: Geoffrey Robertson QC: Angeklagt: Der Papst, 2011, S.331-346
keine kirchenrechtlichen Konsequenzen
staatliche Ermittlungen, keine Verurteilung
1.3.2016 Bischof Joseph Adamec schützte in mehr als 40 Jahren zwischen Mitte der 1960er Jahre bis 2011 mehr als 50 Priester-Täter,
Quellen:
faz.net 1.3.2016  tagesanzeiger.ch1.3.2016
Rücktritt aus Altersgründen,
kein kirchenrechtliches Verfahren
keine staatlichen Ermittlungen
1.3.2016 Bischof James Hogan, Bistum Altoona-Johnstown  (1966-1986) 2005; Hogan schützte in mehr als 40 Jahren mehr als 50 Priester-Täter; kein kirchenrechtliches Verfahren
Quelle:
faz.net 1.3.2016
starb 2005

keine staatlichen Ermittlungen
24.12.1973 Bischof Matthias Wehr († 1967), Bistum Trier, Bistum kann um aktenkundigen Missbrauch eines Priesters seit 1957 in Ungarn und Österreich wissen, Freiburg lehnt den Täter ab, das Bistum Trier schickt ihn nach Ehlenz, wo 1960 bereits der Vorgänger Kinder missbraucht hatte.
Quelle:
spiegel.de 24.12.1973
Keine kirchenrechtlichen Konsequenzen keine staatlichen Ermittlungen
1996 Erzbischof Dyba, Bistum Fulda, erfährt 1990 von Missbrauch, versetzt Täter von Großenlüder nach Kassel
Quellen:
daserste.ndr.de 5.12.1996  tlz.de 9.11.2012
Keine kirchenrechtlichen Konsequenzen. staatliches Verfahren wird eingestellt
1996 Weihbischof Kapp, Bistum Fulda, 2004 emeritiert; weiterhin Bischofsvikar für die Ständigen Diakone. Erfährt 1990 von Missbrauch, versetzt Täter von Großenlüder nach Kassel
Quellen:
daserste.ndr.de 5.12.1996, tlz.de 9.11.2012
Keine kirchenrechtlichen Konsequenzen. Staatl. Verfahren wird eingestellt
1996 Bischof Stimpfle, Bistum Augsburg, versetzt 1979 einen Täter, Josef K., rät 1984 nach erneuten Anschuldigungen dem Täter zum zeitweisen Rückzug aus der Diözese, informiert sich über Verjährungsfristen, leugnet sein Wissen vor Gericht.
Quellen:
Süddeutsche Zeitung vom 4./5.1993; spiegel.de 13.3.1995
Keine kirchenrechtlichen Konsequenzen keine staatlichen Ermittlungen
1998 Bischof Jacques Gaillot, Bischof von Evreux, holt 1988 einen wegen Pädophilie vorbestraften Ordenspriester aus Quebec in das Bistum Evreux
Quelle: imprimatur/2001
Keine kirchenrechtlichen Konsequenzen (Entzug des Bistums aus anderen Gründen) keine staatlichen Ermittlungen
Mai 2002 Kardinal Edward Egan, Erzbischof von New York, vormals Bischof in Connecticut, soll in Connecticut pädophile Priester jahrelang im Amt belassen haben und Berichte über sexuellen Missbrauch als Lüge abgetan haben. Die Anwälte der Diözese haben jedoch noch 2001 eine Zivilklage gegen Egan und sechs Priester durch die außergerichtliche Zahlung von 123 Mio Dollar abgewendet haben.
zeit.de  zeit.de
23. Februar 2009 Papst Benedikt XVI. nimmt Rücktritt als Erzbischof von New York aus Altersgründen an
wikipedia.org
keine staatlichen Ermittlungen
22.7.2002  Bernd Hans Göhrig fordert den Rücktritt von Kardinal Lehmann, weil Lehmann von Missbrauchsfällen gewusst habe und nicht die nötigen Konsequenzen gezogen habe.
Bernd Hans Göhrig, Bundesgeschäftsführer der Initiative "Kirche von unten" in Bonn, hat Lehmann inzwischen zum Rücktritt aufgefordert. Als Vorsitzender der Bischofskonferenz habe er von einigen Missbrauchs-Fällen gewusst und nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen. Der Kardinal lasse zudem nicht das "nötige Unrechtsbewusstsein für die eigene Kirche" erkennen. Gleichzeitig warnte Göhrig vor einer pauschalen Verdächtigung aller Priester. Die Mehrzahl handele in der Jugendarbeit korrekt und mit großem Idealismus. (dpa) – Quelle: http://www.ksta.de/14128826 ©2016
Bernd Hans Göhrig, Bundesgeschäftsführer der Initiative "Kirche von unten" in Bonn, hat Lehmann inzwischen zum Rücktritt aufgefordert. Als Vorsitzender der Bischofskonferenz habe er von einigen Missbrauchs-Fällen gewusst und nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen. – Quelle: http://www.ksta.de/14128826 ©2016
Bernd Hans Göhrig, Bundesgeschäftsführer der Initiative "Kirche von unten" in Bonn, hat Lehmann inzwischen zum Rücktritt aufgefordert. Als Vorsitzender der Bischofskonferenz habe er von einigen Missbrauchs-Fällen gewusst und nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen. – Quelle: http://www.ksta.de/14128826 ©2016
Quellen:
Bernd Hans Göhrig, Bundesgeschäftsführer der Initiative "Kirche von unten" in Bonn, hat Lehmann inzwischen zum Rücktritt aufgefordert. Als Vorsitzender der Bischofskonferenz habe er von einigen Missbrauchs-Fällen gewusst und nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen. Der Kardinal lasse zudem nicht das "nötige Unrechtsbewusstsein für die eigene Kirche" erkennen. Gleichzeitig warnte Göhrig vor einer pauschalen Verdächtigung aller Priester. Die Mehrzahl handele in der Jugendarbeit korrekt und mit großem Idealismus. (dpa) – Quelle: http://www.ksta.de/14128826 ©2016
Bernd Hans Göhrig, Bundesgeschäftsführer der Initiative "Kirche von unten" in Bonn, hat Lehmann inzwischen zum Rücktritt aufgefordert. Als Vorsitzender der Bischofskonferenz habe er von einigen Missbrauchs-Fällen gewusst und nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen. – Quelle: http://www.ksta.de/14128826 ©2016
Bernd Hans Göhrig, Bundesgeschäftsführer der Initiative "Kirche von unten" in Bonn, hat Lehmann inzwischen zum Rücktritt aufgefordert. Als Vorsitzender der Bischofskonferenz habe er von einigen Missbrauchs-Fällen gewusst und nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen. – Quelle: http://www.ksta.de/14128826 ©2016
ksta.de religionv1.orf.at Frankfurter Rundschau, 11.3.93; s. auch heimkinder-ueberlebende.org, spiegel.de
Keine kirchenrechtlichen Konsequenzen
keine staatlichen Ermittlungen
17.5.2002 Kardinal Roger Mahony übernimmt die Verantwortung für die Verfehlungen eines Priesters seiner Erzdiözese Los Angeles. Worin die Verantwortungsübernahme besteht, bleibt unklar.
Quelle: religionv1.orf.at  welt.de
Kein kirchenrechtliches Verfahren, Rücktritt 2011 aus Altersgründen. Teilnahme am Konklave 2013
keine staatlichen Ermittlungen
11.2.2003 Bischof John Raymund McGann (1976 - Jan. 2000, 2002), Rockville Centre, Long Island, Untersuchungsbericht: Die Verantwortlichen der Diözese hätten die Anzeichen für den Missbrauch wissentlich ignoriert und die Priester durch die Versetzung in andere Gemeinden gedeckt.
Quelle: religionv1.orf.at 11.2.2003
Kein kirchenrechtliches Verfahren keine staatlichen Ermittlungen
11.2.2003 Bischof James Thomas McHugh (Jan.- Dez. 2000, 2000), Rockville Centre, Long Island, Untersuchungsbericht: Die Verantwortlichen der Diözese hätten die Anzeichen für den Missbrauch wissentlich ignoriert und die Priester durch die Versetzung in andere Gemeinden gedeckt.
Quelle: religionv1.orf.at 11.2.2003
Kein kirchenrechtliches Verfahren keine staatlichen Ermittlungen
11.2.2003 Bischof William Francis Murphy (2001 - heute), Rockville Centre, Long Island, Weihbischof in Boston (1995 – 2001) unter Erzbischof Law;
Untersuchungsbericht: Die Verantwortlichen der Diözese hätten die Anzeichen für den Missbrauch wissentlich ignoriert und die Priester durch die Versetzung in andere Gemeinden gedeckt.
Quelle: religionv1.orf.at 11.2.2003
Kein kirchenrechtliches Verfahren. keine staatlichen Ermittlungen
11.2.2003 Bischof Walter Philipp Kellenberg (1957 - Mai 1976, † 1986) Untersuchungsbericht: Die Verantwortlichen der Diözese hätten die Anzeichen für den Missbrauch wissentlich ignoriert und die Priester durch die Versetzung in andere Gemeinden gedeckt. 
Quelle: religionv1.orf.at 11.2.2003
Kein kirchenrechtliches Verfahren keine staatlichen Ermittlungen
22.4.2005 Bischof Robert Fynn (2005 - 2015), Kansas City/Saint Joseph, vertuschte Missbrauchsfälle und kinderpornografischen Konsum von Priestern.
Quellen:
jungewelt.de 3.3.2016  domradio.de 22.4.2015  zeit.de
Vorzeitiger Rücktritt mit 62 J. 2015; kein kirchenrechtliches Verfahren 2 Jahre auf Bewährung 6.12.2012
26.11.2009 Kardinal Desmond Connell, Dublin, versuchte, Akten von priesterlichen Missbrauchstätern unter Verschluss zu halten.
Quelle: washingtontimes.com
Rücktritt mit 78 Jahren nach 401 § 1 d CiC - aus gesundheitlichen oder anderen Gründen keine staatlichen Ermittlungen
12.4.2010 Papst Benedikt XVI. wird vorgeworfen, nicht energisch genug gegen einen pädophilen Geistlichen vorgegangen zu sein. 1981 war der Vatikan gebeten worden, dass der Täter Kiesle entlassen werden solle. Der damalige Kardinal Ratzinger hatte um weitere Informationen gebeten, die ihm 2/1982 zugesandt wurden. Am 15. November 1985 schrieb Joseph Ratzinger, der Fall Kiesle sei "gravierend", jedoch müsse in Rechnung gestellt werden, welche Auswirkungen eine Entlassung auf das "Wohl der universellen Kirche" hätte. Zwei Jahre später wurde Kiesle schließlich aus dem Kirchendienst entlassen.
US - Medien hatten berichtet, der damalige Kardinal Ratzinger habe in den 90er Jahren nichts gegen einen Priester in den USA unternommen, der Jahrzehnte zuvor gehörlose Buben missbraucht haben soll. Unter Druck geriet der Papst auch im Zusammenhang mit der Versetzung eines pädophilen Priesters während seiner Zeit als Erzbischof von München und Freising.
Quelle: religionv1.orf.at
Keine kirchenrechtlichen Konsequenzen
keine staatlichen Ermittlungen
16.4.2010 Pierre Pican, Bischof der Diözese Bayeux - Lisieux wurde wegen Vertuschung zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Pican hatte einen Priester gedeckt, den ein Gericht wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung Minderjähriger wiederum zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt hatte.
Der
Präfekt der Kongregation für den Klerus im Vatikan, Kurienkardinal Darío Castrillón Hoyos, beglückwünschte ihn 2001 für seine Entscheidung, einen pädophilen Priester nicht den Behörden gemeldet zu haben
Quelle:
welt.de  imprimatur/2001  Berliner Zeitung 6.10.2000  Spiegel 14.6.2001
Rücktritt aus Altersgründen am 12. März 2010
Verurteilung zu drei Monaten auf Bewährung
16.4.2010 Der Präfekt der Kongregation für den Klerus im Vatikan, Kurienkardinal Darío Castrillón Hoyos, beglückwünschte Pierre Pican, Bischof der Diözese Bayeux - Lisieux 2001 für seine Entscheidung, einen pädophilen Priester nicht den Behörden gemeldet zu haben.
Quelle:
welt.de
keine kirchenrechtl. Konsequenzen, Emeritierung am 31.10.2006
strafrechtlich nicht relevant
30.4.2010 Gegen Erzbischof André Léonard, Mecheln - Brüssel, wird der Vorwurf erhoben, er habe Missbrauch vertuscht.
Quelle: orf
Rücktritt aus Altersgründen 6.11.2015
Im April 2015 wurde Léonard wegen seiner Untätigkeit in einem Fall sexuellen Missbrauchs im Bistum Namur vom Berufungsgericht in Lüttich zu einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro verurteilt.
7.5.2010 Der Papst hat den Rücktritt des irischen Bischofs Joseph Duffy angenommen. Duffy hatte im März zugegeben, 1989 einen pädophilen Priester geschützt zu haben, indem er gegenüber der Polizei schwieg.
Quelle: ORF
Rücktritt aus Altersgründen
keine staatlichen Ermittlungen
2.7.2010 Gegen Erzbischof Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, werden erneut Vertuschungsvorwürfe laut.
Quelle:swr.de 
badische-zeitung.de
keine kirchenrechtlichen Konsequenzen
Rücktritt 2013 aus Altersgründen
Einstellung eines Verfahrens
8.9.2010 Der belgische Kardinal Godfried Danneels räumt Fehler in Missbrauchsskandal ein. Er hat nicht die Abberufung des des Missbrauchs beschuldigten Kollegen Bischof Vangheluwe gefordert.  "Ich hätte die Abberufung des Bischofs Vangheluwe verlangen müssen", sagte Danneels in einem Interview mit "La libre Belgique" und zwei weiteren belgischen Zeitungen, nachdem heimlich gemachte Tonbandaufnahme öffentlich wurden. Im April war der Bischof von Brügge, Roger Vangheluwe, wegen des sexuellen Missbrauchs seines Neffen zurückgetreten. Danneels räumt Fehler ein.
2010 Rücktritt aus Altersgründen



In erster Instanz wurden Danneels und Lanneau zu je umgerechnet etwa 12.500 Euro Geldbuße verurteilt. Im Oktober 1998 sprach ein Berufungsgericht Danneels vom Vorwurf zivilrechtlicher Verantwortung mit der Begründung frei, dass zwischen einem Bischof und einem Pfarrer kein Abhängigkeitsverhältnis bestehe, das eine Verurteilung begründen könne.
Weihbischof Paul Lanneau, Belgien, wurde in einem Gerichtsverfahren vorgeworfen, er habe seine Aufsichtspflicht gegenüber einem Geistlichen seiner Diözese verletzt, der wegen dutzendfachen Kindesmissbrauchs zu sechs Jahren Haft verurteilt worden war.
wikipedia.org (Ursprungsquellen sind nicht mehr online)
2002 Rücktritt aus Altersgründen
In erster Instanz wurde Lanneau zu umgerechnet etwa 12.500 Euro Geldbuße verurteilt.
7.5.2012 Kardinal Brady, Primas von Irland und damit höchster irischer Würdenträger, wusste von sexuellem Missbrauch und unternahm nichts.
Quelle: taz.de  irishtimes.com orf

Papst nimmt Rücktrittsgesuch aus Altersgründen am 8.9.2014 an
keine staatlichen Ermittlungen
25.9.2014 Der Bischof von Ciudad del Este, Rogelio Ricardo Livieres Plano, wird abgesetzt. Er hat den Priester der Pius-Bruderschaft, Carlos Urrutigoity, als Generalvikar eingesetzt, obwohl der Priester  mehrfach Kinder missbraucht hatte.
Quelle: Zeit.de orf
Papst setzt den Bischof Livieres Plano 2014 ab. 2015 † keine staatlichen Ermittlungen
25.11.2014 Francisco Javier Martínez Fernández, Erzbischof von Granada, wird unsachgemäßer Umgang mit Missbrauchsfällen vorgeworfen. 10 Priester sollen als Täter oder Mitwisser involviert sein. Sie waren Mitglieder einer "ultrakonservativen und sektenähnlichen" Vereinigung.
wikipedia.org
religion.orf.at
soweit-das-auge-reicht.blogspot.de
krone.at
weiterhin im Amt

25.6.2015 Gonzalo Galvan Castillo, Bistum Autlan, Mexiko. Dem Bischof wird vorgeworfen, auf einen 2009 bekannt gewordenen Missbrauchsvorwurf gegen einen Priester mit der Versetzung des Priesters reagiert zu haben.
Quelle: kath.ch
vorzeitiger Rücktritt, ohne Angabe von Gründen
keine staatlichen Ermittlungen
15.6.2015 Der Präfekt der Glaubenskongregation ist nach wie vor Kardinal Müller, der als Regensburger Bischof Missbrauch vertuscht hat. weiterhin Präfekt der Glaubenskongregation
keine staatlichen Ermittlungen
15.6.2015 Der Vatikan hat den Rücktritt von Erzbischof Jon Nienstedt, US - Bistum Saint Paul and Mineapolis, angenommen. Dem Bischof war vorgeworfen worden, Kinder nicht ausreichend vor sexuellem Missbrauch geschützt zu haben.
US-Bischof Robert Finn zurückgetreten. Papst Franziskus akzeptierte den Amtsverzicht des 62 Jahre alten Bischofs von Kansas City-Saint Joseph


Lies mehr über Vertuschung von Missbrauch: Papst nimmt Rücktritt von US-Bischof an - RTL.de bei www.rtl.de

Quelle: Radio Vatikan
Stuttgarter Nachrichten
Vorzeitiger Rücktritt 2015 mit 68 Jahren vom Papst angenommen
keine staatlichen Ermittlungen
15.6.2015 Der Vatikan hat den Rücktritt von Weihbischf Lee A. Piché, US-Bistum Saint Paul and Mineapolis, angenommen. Dem Bischof war vorgeworfen worden, Kinder nicht ausreichend vor sexuellem Missbrauch geschützt zu haben.
US-Bischof Robert Finn zurückgetreten. Papst Franziskus akzeptierte den Amtsverzicht des 62 Jahre alten Bischofs von Kansas City-Saint Joseph


Lies mehr über Vertuschung von Missbrauch: Papst nimmt Rücktritt von US-Bischof an - RTL.de bei www.rtl.de

Quelle: Radio Vatikan
Stuttgarter Nachrichten
Vorzeitiger Rücktritt 2015 mit 57 Jahren vom Papst angenommen keine staatlichen Ermittlungen
25.6.2015 Der Papst hat den Rücktritt des chilenischen Bischofs Gonzalo Galvan Castillo, Bistum Autlan, angenommen. Über die Gründe teilte der Vatikan nichts mit. Dem Bischof wird vorgeworfen, auf einen 2009 bekannt gewordenen Missbrauchsvorwurf gegen einen Priester mit der Versetzung des Priesters reagiert zu haben.
Quelle: kath.ch
27.6.2015 mit 64 vorzeitiger Rücktritt aus gesundheitlichen oder anderen schwerwiegenden Gründen; kein kirchenrechtliches Verfahren


keine staatlichen Ermittlungen
28.11.2015 Kurienkardinal Pell wird das Vertuschen von Missbrauchsfällen in Australien vorgeworfen. Pell war u.a. Erzbischof von Melbourne und wurde 2013 in den Kardinalsrat berufen, der eine Kurienreform einleiten soll.
Quelle: katholisch.de  jungewelt.de 3.3.2016
29.2.2016
Kardinal Pell hat eigene Fehler im Umgang mit Missbrauchsfällen eingestanden - pauschal. Bei Fragen zu konkreten Fällen konnte er sich jedoch nicht erinnern oder schob die Schuld dem damaligen Bischof Mulkearns zu. Pell war mit dem Priester Ridsdale befreundet und lebte zeitweise mit ihm in einer Wohngemeinschaft. Ridsdale missbrauchte 53 Kinder.
Quelle: katholisch.de
1.3.2016 Kardinal Pell sagt vor der australischen königlichen Missbrauchskommission, er sei vom damaligen Bischof
von Ballarat, Ronald Mulkearns, hintergangen worden und über die Gründe für die Versetzungen des Priesters Ridsdale getäuscht worden. Ihn habe die ganze GEschiche "nicht interessiert".
Quelle: katholisch.de
8.6.2016
Nach Einschätzung des australischen Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Denis Hart, habe Pell einen "angemessenen Grad an Kenntnis" von den Vorgängen der Vertuschung gehabt und diese auch gegenüber dem Erzbischof thematisiert haben.
Quelle: katholisch.de
31.10.2016 Die australische königliche Kommission, die sexuellen Missbrauch untersucht, glaubt den Aussagen von Kardinal Pell und von anderen Offiziellen der Bistümer Melbourne und Ballarat nicht. Pell habe in seiner Zeit als Priester und Erzbischof von dem "unangemessenen Verhalten von Klerikern gegenüber Kindern in den 1970er und 1980er Jahren" gewusst. Zudem seien Pell und andere hochrangige Offizielle in Melbourne Informationen über einen pädophilen Priester nicht nachgegangen und hätten somit bei dem Schutz von Kindern versagt. Das sagt Gail Furness, Anwältin der Missbrauchskommission. Vorwürfe sexuellen Missbrauchs gegen Pell waren 2002 vor einer Untersuchungskommission der Erzdiözese Melbourne verhandelt worden - Pell wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Ein Mann hatte Pell beschuldigt, ihn als Zwölfjährigen in einem katholischen Jugendlager sexuell missbraucht zu haben. Nun tauchen Vorwürfe auf, Pell habe in seiner Zeit als Priester in Ballarat in den 1970er und 1980er Jahren mehrere junge Männer sexuell belästigt.
Quelle:katholisch.de orf
weiter im Amt keine staatlichen Ermittlungen
17.12.2015 Papst Franziskus ernennt den Chilenen Barros zum Bischof von Santiago de Chile, obwohl Barros die Vertuschung von Missbrauchsfällen vorgeworfen wurde. kein kirchenrechtliches Verfahren, stattdessen Ernennung zum Bischof keine staatlichen Ermittlungen
2015 Die Opfergruppe "Eckiger Tisch" fordert den Rücktritt von Bischof Trelle, Hildesheim. Der Bischof und seine Mitarbeiter hätten 2010 in einem mutmaßlichen Fall von sexuellem Missbrauch durch einen Pfarrer "eigenständig im Geheimen ermittelt" und weder die Erziehungsberechtigten noch die Polizei oder eine unabhängige Beratungsstelle informiert, erklärte der Sprecher der Opferinitiative, Matthias Katsch. "Sie führten die Justiz in die Irre, schützten den Täter und ließen das Opfer allein."
Quelle: epd.de
weiter im Amt keine staatlichen Ermittlungen
8.6.2016 Der französische Kardinal Barbarin wurde über mutmaßliche Fehler bei der Weitergabe von Missbrauchsfällen von der Polizei vernommen.
Quelle: orf
weiter im Amt staatliche Ermittlungen - Freispruch

2.9.2016 Papst Franziskus hat den Rücktritt des Bischofs von Albenga-Imperia, Mario Oliveri, in Norditalien angenommen. Bischof Oliveri soll unter anderem einen Priester nachdrücklich verteidigt haben, der wegen sexuellen Missbrauchs einer Messdienerin zu sieben Jahren und acht Monaten Haft verurteilt wurde.
Quelle: Domradio

Mit 72 Jahren vorzeitiger Rücktritt am 2.9.2016
keine staatlichen Ermittlungen
2016 Ronald Austin Mulkearns, Bischof von Ballarat, Australien, vertuschte Missbrauch.
wikipedia.org
Mit 67 vorzeitiger Rücktritt im Mai 1997.
staatliche Ermittlungen, Tod bevor ein Urteil erging
2016 Bischof Peter Connors, Bischof von Ballarat, Australien, wusste als Generalvikar von Melbourne um viele Missbrauchstäter, unternahm nichts.
Quelle: rapevictimsofthecatholicchurch.wordpress.com

Rücktritt 2012 aus Altersgründen
2016 Anhörung vor der königlichen Kommission Australien
William Joseph Levada, emeritierter Erzbischof von San Francisco, vertuschte aktiv und in großem Umfang Missbrauchsfälle seiner Diözesen in den 1990er Jahren. In Italien gab er einem Bischof den Rat, im Fall eines aus dem Priesterstand entlassenen Priesters "keinen Skandal zu machen". Der Ex-Priester wurde Sporttrainer für Jugendliche und missbrauchte weiterhin Kinder und Jugendliche.
Quellen: sfweekly.com
pope-watch.org/
spiegel.de
Zeit
wurde im Mai 2005 (bis Juli 2012) zum Präfekten der Glaubenskongregation befördert, die u.a. Missbrauchsfälle untersucht.
keine staatlichen Ermittlungen
Kardinal Anthony Bevilacqua, Philadelphia, USA, wurde vom Personalchef des Bistums William Lynn im Februar 2012 beschuldigt, er habe eine von Lynn angefertigte Liste mit den Namen von 35 der Pädophilie verdächtigen Priester vernichten lassen.
Bevilacqua - Erzbischof von Philiadelphia zwischen 1988 und 2003 - gab 2003 und 2004 bei zehn Befragungen an, die Ermittlungen nicht zu behindern.
Quelle: religionv1.orf.at
sollte im März 2012 aussagen, starb im Februar 2012

24.7.2012 Der kath. Monsignore William Lynn wurde zu 3 bis 6 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er eine Missbrauchsbeschwerde gegen einen Priester vertuschte. Lynn war verantwortlich für die Priester der Erzdiözese Philadelphia.
Quelle:
bbc.com
3-6 Jahre Gefängnis

Kardinal der Erzdiözese Chicago, Francis George, sagte: "Ich muss die Schuld eingestehen." Als Leiter des Bistums sei er für die Vertuschung von Missbrauchsverbrechen von elf Geistlichen verantwortlich.
Quelle: diepresse.com
Der Papst nahm am 20. September 2014 das Rücktrittsgesuch aus Altersgründen an.
Quelle: wikipedia

Erzbischof Philip Wilson, Adelaide, Australien, wird vorgeworfen, einen Missbrauchsfall nicht der Polizei gemeldet zu haben, für den er von 2004 bis 2006 Beweise hatte. Oktober 2016.
abc.net.au 
spiegel.de  tagesspiegel.de
Interview mit dem Erzbischof von 2008 anlässlich des Weltjugendtages in Sydney: "Erstens müssen wir ein Programm zum Umgang mit den Tätern aufstellen. Wenn Menschen dies tun, dann müssen sie gestoppt werden, und zwar mit aller Macht, die die Kirche hat. Zweitens muss ein krimineller Akt den Behörden direkt gemeldet werden."

staatliche Ermittlungen, die Verhandlung wird im März 2017 fortgesetzt.
12.3.2017  In Oaxaca, Mexiko wurde ein Geistlicher wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger in indigenen Gemeinden Südmexikos zu 16 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Die Kinderschutzvereinigung Foni (Foro Oaxacquen0 de la Ninez) geht von bis zu 100 Opfern aus. Der zuständige Erzbischof Chavez Botello verschleierte die Täten, schützte den Täter und suspendierte Geistliche vom Dienst, die ihren Kollegen wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt hatten.
Quelle: amerika21.de   Dokumentarfilm  katholisch.de
keine kirchlichen Ermittlungen
keine staatlichen Ermittlungen
Erzbischof Jean-Luc-Bouilleret, Besancon, soll Missbrauchsfälle vertuscht haben.
Quelle: en.rfi.fr, 21.3.2017
keine kirchlichen Ermittlungen keine staatlichen Ermittlungen
Bischof Marc Aillet, Bayonne,soll Missbrauchsfälle vertuscht haben.
Quelle: en.rfi.fr, 21.3.2017

keine kirchlichen Ermittlungen keine staatlichen Ermittlungen
Bischof Yves Le Saux, Le Mans, soll Missbrauchsfälle vertuscht haben.
Quelle: en.rfi.fr, 21.3.2017

keine kirchlichen Ermittlungen keine staatlichen Ermittlungen
Mgr. Bernard Fellay, Pius-Bruderschaft, soll Missbrauchsfälle vertuscht haben.
Quelle: en.rfi.fr, 21.3.2017
keine kirchlichen Ermittlungen keine staatlichen Ermittlungen
Gegen den früheren Bischof von Orléans (2002-2010), André Fort (81), wird wegen Nichtanzeige sexueller Übergriffe ermittelt. Der emeritierte Bischof soll von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen im Jahr 1993 durch einen für die Pfadfinder zuständigen Priester gewusst haben.
Quelle: kath.ch, 9.6.2017

staatliche Ermittlungen
3.7.2013 Kardinal Timothy Dolan soll als Erzbischof von Milwaukee 57 Millionen Dollar in einen Friedhofsfonds gesteckt haben, damit das Geld
nicht an Missbrauchsopfer geht. Das ergibt sich aus Bistumsdokumenten.                                                                                                                                                                                      
Quelle: dw