zurueck

Betroffene

Texte von Sr. Simone Hachem SAC (2009)
Du Kind in mir
Feuer und Flamme
Grenzen (losigkeit)
Himmelfahrtgedanken
Wo wohnt Gott?
Ohnmacht/Es gibt ein Danach
Gott - eine Wagnisbeziehung


Du Kind in mir

Du Kind in mir
so fremd bist Du mir
und doch so vertraut

Ich kenne Dich und
kenne Dich doch nicht

Will Dich umarmen
bist doch so fern

Sehe Dich deutlich
blutiges Kind

Simone zu Dir sagen
es geht nicht recht

Möchte Dich berühren
möchte eins mit Dir sein

Gehören doch zusammen
sind doch eins

Bist so schmutzig
bist so blutig

Tränen um Dich kleines Mädchen
viele Tränen laufen für Dich

Ekel regt sich
bei Deinem Anblick

Will den Ekel nicht
tust mir doch so leid

Du blutiges Kind
will Dich lieb gewinnen

Du schmutziges Kind
sauber machen will ich Dich

Bist doch unschuldig
bist zerschunden

Von Deinem / von meinem Vater
missbraucht und vergessen

Lass uns zusammenhalten
lass uns Hand in Hand gehen

Nur zusammen sind wir eins
zusammen mit Dir will ich heilen

Du Kind in mir
ob Du das auch willst?

März 2009


Feuer und Flamme


Die Zeit steht in deinen Händen.

Du hast die Liebe uns gebracht,
das Unheil zu beenden,
hast du dich auf den Weg gemacht.

Du bist der Herr über unser Leben.
Du bist die Liebe in der Zeit.
Zu dir hin wollen wir streben;
unser Leben ist Dir geweiht.


Dein Feuer jetzt zu entfachen
dafür sind wir in dieser Welt,
die Menschen wach zu machen
für dein Licht, das uns erhellt.

Du setzt das Herz in volle Flammen,
so dass es sich nach dir verzehrt.
Die Dunkelheit bricht zusammen;
das ganze Leben scheint umgekehrt.


So wird unser Leben fröhlich

mit deiner Glut der Leidenschaft;
und wir werden dir ganz ähnlich,
das hast du großartig gemacht.

Feuer und Flamme für dein Kommen
erwarten wir dich in der Welt

und keine Macht aller Sonnen
scheint so wie du, der die Welt erhellt.

März 2009

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Grenzen (losigkeit)

Paß auf dich auf!
Halt deine Grenzen ein!
Überarbeite dich nicht!
Sorge dich nicht zu viel!
Mach dich nicht fertig!
Sorge gut für dich!

Viele gut gemeinte Ratschläge
und was ist wenn jemand
mit seinem Leid meine Grenzen sprengt,
Grenzen überschreitet,
Belastbarkeit aus den Fugen gerät?

Dann
werde ich Grenzenlos
passe auf dich auf
halte aus
überarbeite mich
sorge für dich

Denn
Jesus hilft mir grenzenlos zu sein,
die Grenzen los zu werden für dich.

30.3.2009



Himmelfahrtgedanken


So viele Gefühle, die sich einen Weg raus suchen
Sie wollen raus, lassen sich nicht mehr in die Kiste stecken
Kleine Simone, weine so viel wie du magst
so viel wie du brauchst.

So lange haben die Gefühle gewartet
bis sie sein durften – bis jetzt
Jetzt sind sie da, mit Macht
nicht mehr zu bremsen
Schmerzen, unendlich groß
scheinbar wollen sie nicht enden

Wohin damit ist die Frage
und wohin führt es
Es ist der erwachsene kindliche Weg zu mir
zum Kind, zu dir kleine Simone

Langsame Annäherung, näher rücken
langsam, mit jeder Träne etwas näher
Und dann die Gefühle gen Himmel schicken
wissen da sind sie gut aufgehoben

Himmelfahrt der Tränen, der Trauer, der Wut, der Schmerzen
um dem Kind näher zu sein
Die Gefühle, der Schmerz darf nicht zwischen uns bleiben
er soll uns einen aber nicht mehr belasten, runter ziehen

Darum kleine Simone schicke ich die Gefühle gen Himmel
für dich und für mich
Da dürfen sie sein und auch bleiben
da achtet jemand behutsam auf sie, tritt sie nicht klein

Und wenn sie dort angekommen sind
dann bleiben nur wir zwei übrig
und der Weg zu dir ist nicht mehr so lang
denn ich kenne deinen Schmerz genau
weiß was du Kleine durchgemacht hast
du starkes Kind

30.3.2009

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WO WOHNT GOTT?

Er ist dort, wo die Sehnsucht uns berührt
und verletzbar macht.
Der Mensch voller Sehnsucht nach Liebe,
Geborgenheit, Zuwendung.

Und in dieser Sehnsucht,
in allem Suchen, Fragen und Warten
wohnt Gott.
In allem Suchen bleibt er das letzte Ziel.
In allem Fragen bleibt er die letzte Antwort.
In allem Warten ist er die Hoffnung.

Wo wohnt Gott?
Er will in deiner und meiner Sehnsucht
lebendig werden - Wohnung nehmen.

Seine Wohnung ist mitten in der Welt,
in dir, in mir, in jedem Menschen.
Öffnen wir ihm die Tür, damit er einen
bleibenden Platz bei uns hat
und so das Leben lebendig bleibt.

28.3.2009



Ohnmacht / Es gibt ein Danach

Im Blick auf das Kreuz überfällt mich die Ohnmacht!
Im Blick auf das Kreuz stelle ich mir die Frage nach der Macht Gottes!?

Im Blick auf das Kreuz wird die Macht Gottes ohnmächtig!?

Die eigene Ohnmacht macht machtlos
Ohne Macht zu sein beim Anblick des Kreuzes macht ohnmächtig

hilflos
verzweifelt
traurig
einsam
zornig
getroffen

Ich traue meiner Ohnmacht, weil ich weiß: es gibt ein Danach
Ich halte beim Blick auf den Leidenden Jesus die eigene Hilflosigkeit aus, weil ich weiß: es gibt ein Danach

Ich ertrage die eigene Verzweiflung beim Anblick des Schmerzes, weil ich weiß: es gibt ein Danach
Ich darf traurig sein beim Blick auf die Nicht-Helfer und Gaffer, weil ich weiß: auch für sie gibt es ein Danach
Ich bin getroffen beim Blick auf die Demütigungen, die Jesus ertragen musste, weil ich weiß: es gibt ein Danach
Ich bin einsam im Mitleiden, doch ich weiß: es gibt ein Danach
Ich bin zornig auf die Schläger, Spötter, Quäler, doch ich weiß: auch für sie gibt es ein Danach

Aushalten
Ich kann es kaum
überfordert mich
macht mich zum Grenzgänger meiner eigenen Belastbarkeit

Aber ich weiß ja:
Es gibt ein Danach

27.3.2009

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Gott - eine Wagnisbeziehung

Wer sich darauf einlässt das Leben mit Gott zu gehen,

         geht nicht mehr selbst, sondern lässt sich führen und manchmal tragen,
wagt auch den Schritt in den eigenen Abgrund, denn er geht nicht allein,
traut den eigenen Schritten, weil sie von der Liebe angetrieben werden.

Wer sich darauf einlässt das Leben mit Gott zu gehen braucht

Grenzenlosigkeit im Vertrauen auf IHN
Mut sich aufzugeben
Unerschrockenheit vor dem Feuer der Liebe
Aufrechte Demut

Wer sich darauf einlässt das Leben mit Gott zu gehen

Geht ein Wagnis ein
denn
Gott ist
unberechenbar
geheimnisvoll
hell und dunkel

voll grenzenloser Liebe

Beziehung mit Gott ist ein Wagnis wert!!!

21.3.2009


  Diese Seite gehört Sr. Simone Hachen SAC - Herzlichen Dank! Rika 24.4.2009