Denkt an die Gefangenen, als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt. Denkt an die Misshandelten, als müsstet ihr ebenso leiden wie sie. (Hebr. 13,3)






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Letzte Änderung: 17.5.2017
 
Frühere Nachrichten Missbrauch 2017


17.5.2017 Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat das Bistum Hildesheim scharf kritisiert, weil es gestern die Öffentlichkeit darüber informierte, dass es neben kirchlichen Ermittlungen gegen einen Lehrer der Hildesheimer Marienschule auch ein Verfahren der Anklagebehörde gebe. Dem Lehrer wird sexueller Missbrauch vorgeworfen. Das Bistum sagte, man habe die Öffentlichkeit angemessen und zeitnah informieren wollen. Die Staatsanwaltschaft nannte dies nicht hilfreich für die Ermittlungen, wenn informiert werde, bevor die Staatsanwaltschaft zu Vernehmungen vorgeladen habe. Aus dem Fehlen eines Lehrers und einer Schülerin könne das zu Nachfragen führen. Auch Eltern kritisierten, der Zeitpunkt der Bekanntgabe trage Unruhe - gerade während der Abiturprüfungen - von außen in die Schule.
Quelle: ndr.de

17.5.2017 Kardinal Pell muss mit einer Anklage wegen Missbrauchsvorwürfen rechnen. Das bestätigte die Polizei im australischen Bundesstaat Victoria. Pell wird vorgeworfen, in den 1970er und 1980er Jahren mehrere Jugenliche sexuell belästigt zu haben. Der Kardinal weist die Vorwürfe als "völlig unwahr und komplett falsch" zurück. In Australien hat die Kirche inzwischen an mehrere tausend Opfer mehr als 276 Millionen Euro gezahlt.
Quelle: orf


16.5.2017 Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Lehrer der katholischen Hildesheimer Marienschule wegen des Verdachts von sexuellem Missbrauch Schutzbefohlener. Im Gespräch mit dem Bistum habe der Beschuldigte gestanden, sexuell übergriffig gewesen zu sein. Er wurde fristlos entlassen und erhielt Hausverbot. Das Bistum stellte Strafanzeige. Der zuständige Bischof Trelle ist bestürzt, dass trotz intensiver Präventionsarbeit eine Jugendliche Opfer wurde.
Quelle: ndr.de

15.5.2017 Ein neues Buch "Cardinal: The Rise and Fall of George Pell" von Louiste Milligan wirft dem vatikanischen Finanzchef, dem australischen Kardinal Pell, neben Vertuschung auch den Missbrauch von zwei Chorkindern vor. Pell wurde im Oktober 2016 von der Königlichen australischen Kommission gehört, bislang jedoch nicht angeklagt. Das Buch soll auch neue EInzelheiten enthalten. Das Büro des Kardinals spricht von einer "skandalösen Schmutzkampagne".
Quelle: religion.orf.at

14.5.2017 Papst Franziskus berichtet von einem Gespräch mit Marie Collins, die die Päpstliche Kinderschutzkommission verlassen hat. Er stimmt ihrem Protest zu, dass viele Missbrauchsfälle verspätet behandelt wurden. Man habe den juristischen Rahmen in der Kirche erst schaffen müssen, das habe viel Zeit gekostet, erklärte der Papst. Außerdem gebe es nicht ausreichend Mitarbeiter, die ausgebildet seien, sich damit zu befassen, auch das ein Problem. - Der Papst wies bei der Frage nach einer Einigung mit den Piusbrüdern darauf hin, dass es auch noch Probleme gebe, zum Beispiel den sexuellen Missbrauch durch Mitglieder der Bruderschaft.
Quelle: Radio Vatikan
13.5.2017 Papst Franziskus spricht von einem Rückstand von 2.000 Missbrauchsfällen, die im Vatikan auf Bearbeitung warten. Es werde mehr Mitarbeiter geben, fügte er hinzu.
Quelle: abcnews.go.com
11.5.2017 Anfang April hat das schwedische Fernsehen von vier Angehörigen der Piusbruderschaft berichtet, die zwölf Minderjährige über Jahrzehnte missbrauchten.
Quelle: katholisch.de

10.5.2017 Ein Priester der Pius-Bruderschaft wurde in Frankreich wegen Vergewaltigung zu 16 Jahren Haft verurteilt. RV sagt nichts über die Opfer.
Quelle: radiovaticana.va

9.5.2017 Der Eckige Tisch hat die Gespräche mit den AKO-Verantwortlichen ausgesetzt und wartet auf eine öffentliche Darstellung des Kollegs über den Sachverhalt. Zudem fordert der Eckige Tisch, die derzeit vakante Stelle des Ako-Rektors für drei Jahre mit einer kirchenfremden Person zu besetzen, die Kompetenzen im Präventionsbereich hat.
Quelle: generalanzeiger bonn.de

*8.5.2017 Im Provolo-Institut in Verona leben taubstumme Kinder. Sie werden u.a. von katholischen Priestern betreut. 2011 wurden mehrere Priester des Instituts wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt. Vier von ihnen wurden sanktioniert. Andere wurden in weitere Provolo-Institute nach Südamerika (Mendoza und La Plata) versetzt: Corradi, Ricardo Giménez, Jorge Luis Morello, Justo José Ilarraz, Luis Brizzio, Rubén Pardo, Osvaldo Ramírez, Félix Alejandro Martínez, Alejandro Squizziatto Raul del Castillo und José Rohr. Corradi tauchte 2014 in einem Provolo-Institut in Argentinien auf. Der Vatikan unternahm nichts. Ende 2016 wurden Corradi und ein weiterer Priester des Instituts wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs verhaftet. Mindestens 24 Kinder sagten gegen die Priester Corradi und Horavio Corbacho und drei weitere Männer aus. Zwei Nonnen sollen die Täter geschützt haben. Nun wurde eine der beiden Nonnen verhaftet. Ihr wird vorgeworfen, den Tätern die Kinder zugeführt zu haben. Inzwischen hat der Vatikan beteuert, er schütze die Kinder vor sexuellem Missbrauch und eine vatikan. Kommission geschickt, die den Fall untersucht.
Quelle: washingtonpost.com   stern.de   badische-zeitung.de  s. die Berichterstattung von katholisch.de

6.5.2017 Im Aloisiuskolleg in Bad Godesberg gibt es einen neuen Missbrauchsfall. Einem Lehrer wird Übergriffigkeit gegenüber einer Schülerin vorgeworfen. Er wurde bis zum Sommer beurlaubt und wird nicht an das Kolleg zurückkehren. Unbekannt ist, und ob ggf. wo er weiterarbeiten wird. Der Pressesprecher der Bezirksregierung sagte, das Kolleg habe die Schulaufsicht informiert. Nach Kenntnis der Bezirksregierung hat das Kolleg neben dienstrechtlichen Konsequenzen auch Strafanzeige gegen den Mitarbeiter erstattet. Der bisherige Direktor, Pater Siebner, ließ die Frage des Generalanzeigers offen, ob Strafanzeige erstattet worden sei und weshalb.
Quelle
: general-anzeiger-bonn.de

3.5.2017 Kardinal Marx sagte der Zeit, dass es für die Kirche und ihn selbst ein "schmerzhafter Lernprozess" gewesen sei, "vor allem und in allem von der Perspektive der Opfer her zu denken und zu handeln". "Für mich persönlich möchte ich ausdrücklich festhalten, dass ich heute und leider erst im Nachhinein erkenne, dass ich intensiver hätte nachfragen müssen", sagte er. Hintergrund seiner Äußerung ist der mehrfache Missbrauch eines heute 32-Jährigen, der im Bistum Trier von einem Priester mehrfach missbraucht wurde. Gegen denselben Priester lagen sieben weitere Anzeigen vor. Alle Verfahren wurden wegen Verjährung eingestellt. Das Bistum nahm 2006 keinen Kontakt zum heute 32-jährigen Opfer auf.
Quelle: epochtimes.de
Kommentar: So viele Entschuldigungen - und keinerlei Konsequenzen! Und: Kennt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz nicht seine Heilige Schrift, die eine Einübung in die Perspektive derer ist, die unter die Räuber gefallen sind?

2.5.2017 Der Aufklärungsbericht über Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen verzögert sich weiter. Der Grund liege darin, dass weitere Informationen eingingen.
Quelle: Domradio

1.5.2017 Bischof Robert Cunningham, Diözese von Syrakus, NY, glaubt, dass Jungen, die sexuell missbraucht werden, mit dem 7. Lebensjahr verantwortlich für ihr Handeln seien. Mit sieben Jahren beginnt in der katholischen Kirche das Alter, in dem Kinder Gut und Böse erkennen können.
Quelle: countercurrentnews.com

1.5.2017 Johannes-Wilhelm Rörig, Bundesbeauftragter für sexuellen Missbrauch, lobt die Präventionsarbeit der katholischen Kirche und kritisiert die Aufarbeitung: "Lange war offenbar der Institutionenschutz wichtiger als der Kinderschutz. Oft wurden die Taten Einzeltätern zugeschrieben, aber die strukturelle Komponente nicht gesehen. Heute investiert die katholische Kirche viel in Prävention, mit der Aufarbeitung tun sich viele kirchliche Einrichtungen aber noch schwer. Wir haben dies unter anderem bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals bei den Regensburger Domspatzen gesehen. Es war wohltuend, endlich zu erleben, wie nach bleiernen Jahren die neue Bistumsleitung Verantwortung übernommen hat. Das und der Umgang mit den Betroffenen auf Augenhöhe sind beispielgebend und zeigen, dass es für Aufarbeitung nie zu spät ist."
Quelle: Kirche und Leben

27.4.2017 Johannes Siebner, SJ, wurde zum Oberhaupt der deutschen Jesuiten gewählt. Er war bislang Rektor des Bonner Aloisius-Kollegs. Er forderte eine weitere Aufarbeitung der Missbrauchsfälle am Aloisius-Kolleg und nannte gründliche Aufarbeitung einen zentralen Aspekt guter Prävention.
Quelle: Domradio

26.4.2017 Interview über die neue katholische Einheitsübersetzung mit Dr. Katrin Brockmöller.
Quelle: katholisch.de

22.4.2017 Gegen einen Priester aus Lohne ist auch ein zweites Verfahren wegen des Besitzes von Kinderpornografie eingestellt worden. Ein erstes Verfahren war bereits zuvor eingestellt worden.
Quelle: nwzonline.de

20.4.2017 In Dublin hat der Staat den "Sisters of Charity" eine Lizenz für den Betrieb einer Geburtsklinik gegeben und staatliches Geld in Höhe von 300 Millionen Euro für den Bau, der in den Besitz des Ordens übergeht. Die Sisters of Charity gehören zu den Betreibern der ehemaligen Magdalenenheime, in denen Frauen misshandelt, missbraucht und ausgebeutet wurden. Bislang kam der Orden seinen Verpflichtungen zu Entschädigungszahlungen bei Missbrauchsfällen nur unvollständig nach. Statt der vor 15 Jahren verabredeten Entschädigungssumme von 5 Millionen Euro wurden bis jetzt nur 2 Millionen gezahlt. Opferverbände sind empört. Mehr als 50.000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet, um die Lizenz- und Geldvergabe zu verhindern.
Quelle: katholisch.de

18.4.2017 Magnus Striet stellt die richtigen Fragen und versucht redliche Antworten - mehr dazu in seinem Buch "Gottes Schweigen"
Quelle: Deutschlandfunk

Frohe Ostern allen, die hier vorbeischauen! Dass die Hoffnung auf Leben, Gerechtigkeit und Frieden neue Nahrung bekommt!

16.4.2017 Der in der Schweiz bekannte und anerkannte Reformpädagoge Jürg Jegge (73) wird in einem Buch von seinem Schüler Markus Zangger (59) des sexuellen und psychsischen Missbrauchs beschuldigt. Er hat den Missbrauch gestanden. Nun distanziert sich auch die von ihm gegründete Stiftung "Märtplatz" von ihm. Die sozialpädagogische Institution verhilft 18- bis 25-jährigen Menschen mit Startnachteilen zum Einstieg ins Berufsleben.
Quelle: blick.ch

16.4.2017 In einem Elite-Internat haben zwölf Lehrer zwischen 1963 bis 2010 Schüler und Schülerinnen sexuell missbraucht. Die Täter durften an der Schule bleiben oder wurden an andere Schulen versetzt oder kündigten. Kein einziger Fall wurde der Polizei gemeldet.
Quelle: tagesschau.de

14.4.2017 Ein Mann hatte Vorwürfe gewalttätiger und sexueller Übergriffe gegen zwei Patres in einem Salesianer-Internat in Österreich in den 1970er Jahren vorgebracht. Der eine mutmaßliche Täter ist tot, der zweite arbeitet in einer Ordensschule in Essen. Der Orden drohte dem mutmaßlichen Opfer mit einer Gegenklage. Nun hat sich ein zweiter Mann gemeldet, der von Misshandlungen in den 1980er Jahren berichtet.
Quelle:religion.orf.at

12.4.2017 In Spanien wurde nun der Priester Roman Martinez Velazquez vom Vorwurf sexuellen Missbrauchs freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte usrprünglich neun Jahre Haft gefordert. Nun zog sie die Klage gegen Martinez zurück, weil es fehlende Beweise und Widersprüche in den Aussagen des mutmaßlichen Opfers gab. Juan Pedro Oliver, Vorsitzender der spanischen Vereinigung für Kinderrechte (Prodeni), wies darauf hin, dass viele Missbrauchsopfer nun vor einer Anzeige zurückschrecken werden.
Quelle: domradio.de

12.4.2017 Ein viertes Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Freisener Pfarrer M. wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch hat die Staatsanwaltschaft wegen Verjährung eingestellt. Das Bistum Trier ermittelt jedoch in zwei Verdachtsfällen kirchenrechtlich. Der Beschuldigte, 63, hat seit einem Jahr Kontaktverbot mit Minderjährigen und darf keine Messe feiern. Der damalige Bischof von Trier, Reinhard Marx, wusste von den Missbrauchsvorwürfen.
Quelle: sr.de

7.4.2017 In Österreich sollen Personen, die in Heimen des Bundes, der Länder und der Kirche missbraucht und/oder misshandelt wurden, bei EIntritt ins Regelpensionsaltern bzw. ab Pensionsantritt eine monatliche Zahlung von 300 Euro erhalten. Ab Juli sollen die Auszahlungen beginnen.
Quelle: kathpress.at

7.4.2017 Der 57-jährige französische Bischof von Dax, Hervé Gaschinard, trat zurück wegen einer "unangemessenen Haltung" gegenüber Jugendlichen. Ein Bistumssprecher sagte, es handle sich in keinem Fall um sexuelle Akte oder Übergriffe.
Quelle: epochtimes

6.4.2017 Alfonso Miranda Guardiola, Generalsekretär der Mexikanischen Bischofskonferenz, hat erstmals öffentlich wiederholtes Fehlverhalten von Bischöfen im Umgang mit sexuellem Missbrauch von Minderjährigen durch Priester bekannt. Als Ursache benannte die Bischofskonferenz eine "klerikale Struktur von Machtmissbrauch". Die Kirche in Mexiko bitte um Vergebung für die Verbrechen, nehme die volle Verantwortung dafür auf sich und fordere eine Bestrafung der Täter. Vertreter von Opfern erwarten, dass den Worten auch Taten folgen. 
kath.net berichtet von Schätzungen, dass mindestens 1.000 Kinder in Mexiko von Priestern missbraucht wurden. Alleine zwischen 2006 und 2016 gab es SNAP zufolge 500 Anzeigen gegen Priester.

Quelle: Radio Vatikan

5.4.2017 Der Missbrauchstäter vom Canisius-Kolleg, der Jesuit Peter R., soll vor ein Kirchengericht kommen. Ihm wird der sexuelle Missbrauch von ca 100 Kindern und Jugendlichen vorgeworfen, 60 von ihnen haben sich seit 2010 gemeldet. Da es bislang keine zurechenbare Aussagen gibt, sucht das Berliner Kirchengericht Zeugen, die sich namentlich melden. - Bislang wurde gegen Peter R. wegen eines Falles ermittelt - er musste 4000 Euro Strafe zahlen - an die Kirche - und ihm wurde die Ausübung des Priesteramtes untersagt. Das von ihm missbrauchte Mädchen wurde weder gehört noch informiert.
Quelle: welt.de

5.4.2017 Auch Jean-Claude Périsset, früherer Nuntius u.a. in Deutschland, war als Offizial des Bistums mit dem "Fall Joël Allaz" befasst. Er versprach dem Opfer, dass Allaz versetzt und seiner pastoralen Aufgaben enthoben werde. Allaz wurde tatsächlich nach Grenoble versetzt, wo er allerdings weiterhin als Priester tätig war und weiterhin Kinder missbrauchte. Perisset erstattete keine Strafanzeige und leitete auch kein kanonisches Verfahren ein. Strafrechtlich ist die Begünstigung verjährt. Der heute zuständige Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, Charles Morerod, meint, der Fall sei auch kirchenrechtlich verjährt. Nach Ansicht von Joseph M. Bonnemain, Offizial im Bistum Chur und Sekretär des Fachgremiums "Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld" der Schweizer Bischofskonferenz hingegen könne man nicht von einer kirchenrechtlich verjährten Handlung sprechen. Begründung: Das Versäumnis von Perisset sei kirchenrechtlich nicht als Straftat einzustufen. Erst seit einem Jahr können Bischöfe, die eine Abklärung unterlassen, kirchenrechtlich belangt werden.
Quelle: kath.ch
5.4.2017 Der Papst hat den irischen Priester John Kennedy zum neuen Leiter der Disziplinarabteilung der Glaubenskongregation berufen. Er ist der Nachfolger des Mexikaners Pedro Miguel Funes Diaz. Die Disziplinarabteilung ist u.a. für kirchenrechtliche Prozesse gegen Missbrauchstäter zuständig.
Quelle: orf

27.3.2017 In israelischen ultraorthodoxen Gemeinden kam es zu sexuellem Missbrauch. 22 mutmaßliche Täter wurden verhaftet. Unter Aufsicht von Rabbinern seien die mutmaßlichen Sexualstraftaten von Gemeindemitgliedern untersucht worden. Die mutmaßlichen Täter wurden beraten, wie sie die Taten vor den Behörden geheimhalten. Ihnen wurde eine "Behandlung" auferlegt. Die dutzenden Opfer hätten keine Behandlung erhalten.
Quelle: religion.orf.at

27.3.2017 Das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) will im Auftrag des Bistums Hildesheim weitere Erkenntnisse über Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Bischof Janssen und den inzw. pensionierten Priester Peter R. suchen. Es hat einen Aufruf an mögliche Opfer sexueller Gewalt im Bistum Hildesheim gestartet. Peter R. war Haupttäter am Canisius-Kolleg und von 1982 bis 2003 in Göttingen, Hildesheim, Wolfsburg und Hannover-Mühlenberg eingesetzt.
Das IPP will auch den Umgang des Bistums mit Missbrauchsvorwürfen untersuchen. Betroffene können sich bis zum 13.4.2017
melden: aufruf@ipp-muenchen.de und telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9 und 12 Uhr unter (0152) 34 70 68 30.
Quelle: ndr.de
Laut KNA leitet das Kirchengericht Berlin ein Verfahren gegen einen Ex-Jesuiten ein.

27.3.2017 Die päpstliche Kinderschutzkommission ist in Rom erstmals ohne Vertreter von Missbrauchsopfern zusammengetreten. Man werde neue Wege finden, um sicherzustellen, dass Betroffene auch künftig die Arbeit der Kommission prägen würden.
Quelle: Domradio  Radio Vatikan

27.3.2017 Pater Zollner, Päpstliche Kinderschutzkommission, berichtet in einem vierseitigen Interview, wie schwer es im Vatikan ist, zeitnah und persönlich Schreiben von Missbrauchsopfern zu beantworten.
Quelle: Radio Vatikan

26.3.2017 Ein Opfer von Pater Berthold spricht in der Sendung "Wenn der Priester übergriffig wird".
Quelle: srf.ch

26.3.2017 Peter Saunders, ehemaliges Mitglied der Päpstlichen Kinderschutzkommission, kritisiert den Papst, der Bischöfe, die Missbrauchsfälle vertuscht haben im Amt lässt bzw. neu ins Bischofsamt beruft (Barros, Chile). Saunders ist seit einem Jahr "beurlaubt" - an anderer Stelle heißt es suspendiert -, weil er sich nicht an die vereinbarte Verschwiegenheit gehalten habe. "Ich habe fast 40 Jahre geschwiegen - jetzt rede ich!" - das hat Saunders von Anfang an klar gemacht. Saunders hatte Medien von einem Priester erzählt, von dem er in der Kommission erfahren habe, dass er offenkundig ein Täter sei.
Quelle: br

23.3.2017 Der Abschlussbericht über sexuelle und sonstige Gewalt bei den Regensburger Domspatzen wird im Mai erwartet. Grund für die Verzögerung sind "zahlreiche ergänzende Informationen", die in den vergangenen Wochen und Monaten eingegangen seien, sowohl von bereits bekannten als auch neuen Opfern.
Quelle: domradio

23.3.2017 In der Gregoriana fand heute ein Kongress der Päpstlichen Kinderschutzkommission und des Kinderschutzzentrums der Gregoriana statt unter dem Titel "Safeguarding in Homes und Schools. Learning from exexpererience wordlwide". Kardinal O'Malley wies darauf hin, dass die Opfer und Überlebenden von sexuellem Missbrauch an die erste Stelle gehören. Er erkannte, dass die Bemühungen um Evangelisierung keine Wirkung haben, wenn das Vertrauen der Menschen verloren ist.
Kardinal Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, nahm nicht an der Konferenz teil.
Quelle: lastampa.it  reuters.com  cruxnow.com

23.3.2017 In der französischen Dokumentation von "Cash Investigation" vom 21.3.2017 wird behauptet, die katholische Kirche schütze Missbrauchstäter durch ein System der Versetzungen. Als Beispiel wird der Priester Joannes Rivoire genannt, der in Frankreich unbehelligt lebe, obwohl seit 1998 in Kanada wegen sexuellen Missbrauchs nach ihm gefahndet wird. Der Vorwurf der Dokumentation richtet sich auch gegen engste Vertraute des Papstes, u.a. Kardinal Müller, und den Papst selbst (Storni, Grassi).
Experten sagen, viele der Fälle seien bekannt. Guillaume Goubert, La Croix, kritisiert, dass niemand untersucht habe, welche Fälle neu seien. Auch der Sprecher der Bischofskonferenz, Olivier Ribadeau Dumas, bemängelte, dass keine neuen Fakten bekannt geworden seien. Allerdings scheint die Dokumentation Fälle zu zeigen, auf die die französische Justiz inzwischen reagiert hat, nachdem die Orden den Aufenthalt ihrer Mitglieder den Behörden meldeten. Der Sprecher der Bischofskonferenz betonte, dass - anders als die Aussagen in der Dokumentation - heute kein Bischof mehr im Amt sei, der Missbrauchsfälle vertuscht habe.

Quelle: katholisch.de   la-croix.com  domradio.de 22.3.2017

22.3.2017 Vom zynischen Umgang mit Missbrauchsopfern im Bistum von Kardinal Timothy Dolan. Opfer sollen per Vertragsunterschrift ihr künftiges absolutes Stillschweigen erklären und dürfen keine weiteren gerichtlichen Schritte gegen das Bistum unternehmen. Dem Kardinal liegt nach Aussage von Opferverbänden an einer schnellen Einigung mit Missbrauchsopfern, weil der "Child Victims Act" für New York bereits 2017 zur Abstimmung kommen kann, der mehr Rechte für Opfer vorsieht. "Geld und Ansehen der Kirche haben für Seine Eminenz absolute Priorität."
Quelle: imprimatur

22.3.2017 Geistliche Gemeinschaften und Säkularinstitute im Bistum Münster haben sich über Geistlichen Missbrauch informiert. Schwester Katharina Kluitmann, Franziskanerin und Psychologin, beschrieb Geistlichen Missbrauch als "Sammelbegriff für Formen emotionalen und/oder Machtmissbrauchs im Zusammenhang des geistlichen, religiösen Lebens, vor allem in Formen der Begleitung wie Beichte oder ,Seelenführung‘ sowie in Gemeinschaften und Gemeinden."
Quelle:
bistum-muenster.de

21.3.2017 Tuam, Irland - und ein Massengrab, eine Sickergrube, für Kinder, deren Mütter nicht verheiratet waren.
Vorsicht! Triggergefahr!
Quelle: zdf.de ab Min. 17.05