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© A., Klatschmohn© A., Klatschmohn

21.9.2018 Papst Franziskus hat das vorzeitige Rücktrittsangebot des Bischofs Carlos Eduardo Pellegrin Barrera (60 J.) von San Bartolome de Chillan, Chile angenommen. Eine Begründung teilte der Vatikan nicht mit. Gegen Pellegrin Barrera ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Vertuschung. Bereits 2011 gab es Ermittlungen wegen Anschuldigungen sexuellen Missbrauchs minderjähriger Schüler. Pellegrin leitete die Bildungskommission der Chilenischen Bischofskonferenz (2007 - 2010) und wurde 2007 Präsident der Internationalen katholischen Bildungsorganisation OIEC.

Auch das Rücktrittsangebot des Bischofs von San Felipe, Cristian Enrique Contreras Molina (71 J.) nahm der Papst an. Eine Begründung teilte der Vatikan nicht mit. Die chilenische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Contreras wegen sexueller Übergriffe auf einen volljährigen Mann. Contreras bestritt ein Fehlverhalten.

Quelle: katholisch.de


21.9.2018 Der New Yorker Kardinal Timothy Dolan erwartet "ungeduldig" eine Apostolische Visitation der US-Kirche. Er hoffe, dass der Vatikan eine kirchliche Untersuchung einleiten werde, um den Missbrauchsskandal um den New Yorker Alt-Erzbischof Theodore McCarrick aufzuklären. Einige Katholiken würden das "Vertrauen in die Bischöfe verlieren", wenn sie sähen, dass ein Mann wie McCarrick in der kirchlichen Hierarchie aufsteigen könne, so der Erzbischof über seinen Vorgänger. Er könne sie gut verstehen, gab der Kardinal zu. Gleichzeitig bekräftigte er, volles Vertrauen in Papst Franziskus bei der Lösung der Missbrauchskrise zu haben.

Quelle: katholisch.de

Zur Erinnerung: Kardinal Timothy Dolan soll als Erzbischof von Milwaukee 57 Millionen Dollar in einen Friedhofsfonds gesteckt haben, damit das Geld nicht an Missbrauchsopfer geht.


Die Deutsche Bischofskonferenz schaltet ab Dienstag, 25.9., 11 Uhr erneut eine Hotline für Betroffene von sexuellem Missbrauch frei. Die Rufnummer 0800/0005640. Die Hotline bleibe dann an den darauf folgenden Tagen bis zum 28. September immer zwischen 14 und 20 Uhr besetzt. Außerhalb dieser Zeiten rufen die Berater nach Wunsch zurück. Internetbratung ist unter https://www.hilfe-nach-missbrauch.de/ zu erreichen.

Quelle: katholisch.de


Hinweis: Mittwoch, 26. September 2018, ab20.15 Uhr, Themenabend Mittbrauch in3sat.


21.9.2018 Matthias Katsch sieht die Kirche an einem Wendepunkt. Ihr wird seiner Ansicht nach nichts anderes übrigbleiben als einer unabhängigen Untersuchung zuzustimmen, die die Akten einsehen kann. Auch der Papst müsste die Akten im Vatikan freigeben. Ob er sich gegen beharrende Kräfte durchsetzen kann, sei unklar.

Quelle: mazonline


20.9.2018 Der Amerikaner Ed Hanratty, Journalist, berichtet, wie er seinen Missbrauch durch einen Priester öffentlich machte. Der Priester war noch immer im Dienst und wurde nach dem Bericht suspendiert.

Quelle: huffingtonpost.de


20.9.2018 Die EKD plant keine der MHG-Studie vergleichbare Studie. Die bisherigen Aufarbeitungsprozesse seien lokal und regional verortet gewesen. Das sagte der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm und verwies auf den Abschlussbericht der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland von 2014 zum Missbrauchsskandal in Ahrensburg. Nicht jede Landeskirche habe einen Beauftragten für Missbrauch, aber es gebe Ansprechpersonen. Die Kirchenkonferenz der EKD habe gerade einen Maßnahmenkatalog beschlossen, der nun in alle Landeskirchen transportiert werde. Da werde auch der Wunsch des Betroffenenrats in Berlin berücksicht, auch außerhalb der Kirche Ansprechpartner zu haben. Zudem solle die Zahl der bearbeiteten Fälle, die Höhe der finanziellen Leistungen und die Anzahl der Disziplinarverfahren erhoben und "anlassgemäß öffentlich kommuniziert" werden. Geplant seien auch Empfehlungen für die Landeskirchen zu "systematischen Organisationsuntersuchungen in den kirchlichen Untergliederungen zur Minimierung des Risikos sexualisierter Gewalt".

Quelle: katholisch.de


20.9.2018 Die US-Bischofskonferenz will eine Melde-Hotline einrichten, über die Missbrauchsfälle angezeigt und zur Strafverfolgung gebracht werden sollen. Die Meldungen werden an die zuständigen kirchlichen Stellen und an die weltlichen Justizbehörden weitergeleitet. So soll sichergestellt werden, dass Vorwürfe geprüft werden. Außerdem berät sie mit Betroffenen und Experten über zusätzliche Maßnahmen, um auf den Skandal zu reagieren "und Gerechtigkeit wiederherzustellen".

Quelle: 24matins.de


20.9.2018 Das Domradio verteidigt das "indirekte Aktenstudium" der MHG-Studie. Andernfalls wären auch Personalakten eingesehen worden von Menschen, die nichts mit Missbrauch zu tun haben. Zudem bedeutet das indirekte Aktenstudium, dass Prominente geschützt wurden, wie etwa Papst Benedikt, der ehemalige Erzbischof von München. Die Bischofskonferenz bemühe sich um ein "halbwegs geordnetes Vorgehen". Da die Studie den Bischöfen erst auf der Herbstvollversammlung vorgestellt werden sollte, aber zuvor von Zeit und Spiegel veröffentlicht wurde, hat das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz den Text vorab per Post verschickt. - Das Domradio vergleicht - zu Recht - die John Jay-Studie mit der MHG-Studie, die auf ca 4 bzw. 4,4 % Geistliche kommen, die Minderjährige missbrauchen.

Quelle: Domradio

Kommentar: Ich frage mich, wie die Bischöfe zu einer über 300-seitigen Studie Stellung nehmen wollen, wenn sie sie zuvor nicht gelesen haben. Und ich frage mich, woher der Ärger über die Vorabveröffentlichung kommt. Andernorts betonen die Bischöfe doch, dass sie den Medien dankbar seien, dass die immer wieder sexualisierte Gewalt in der Kirche thematisieren. Der Vergleich mit der John-Jay-Studie ist richtig, denn auch sie gewann ihre Erkenntnisse aus indirektem Aktenstudium. Da wo staatliche Untersuchungen stattfanden, war der Anteil der Priester-Täter jedoch deutlich höher. Aus den 6 untersuchten Diözesen in Pennsylvania hatten nach Aufforderung der US-Bischofskonferenz 2004 die Bischöfe von 143 beschuldigten Priestern gesprochen. Im Bericht der Grand Jury von Pennsylvania stellte sich heraus, dass es 301 beschuldigte Priester gibt, also mehr doppelt so viele wie im Bericht der Bischöfe. In Boston hatte das Spotlight-Team mindestens 161 Priester-Täter gefunden. Als eine Grand Jury unter Thomas F. Reilly das Bistum untersuchte, waren es im Juli 2003 bereits 237 Priester, die Minderjährige missbraucht hatten. Diese 237 Priester sind 10 % aller Priester in der Diözese Boston. (bostonglobe.com) Die Wahrscheinlichkeit, dass bei staatlichen Untersuchungen mit direktem Aktenzugriff mehr als die 4,4 % Missbrauchstäter unter den Priestern gefunden werden, ist hoch. Und nebenbei: Es geht noch immer nicht um die Opfer: Es geht um die Täter, "die" Kirche, die Vorabveröffentlichung der dt. Studie, im Fall Viganó - McCarrick um kirchenpolitische Auseinandersetzungen. 


20.9.2018 Papst Franziskus hat dem vorläufigen Amtsverzicht des indischen Bischofs Franco Mulakkal stattgegeben. Mulakkal wird von einer Ordensfrau vorgeworfen, sie zwischen 2014 und 2016 wiederholt vergewaltigt zu haben.

Quelle: katholisch.de


20.9.2018 Evelyn Finger macht auf die kirchenrechtliche Bagatellisierung sexuellen Missbrauchs Minderjähriger aufmerksam. Im CiC 1395 gilt sexueller Missbrauch als Verstoß gegen den Zölibat. Angesichts der Machtkämpfe in der Kirche sagt Finger: "Da hilft nur eins. Die Kirche muss sich um das Wichtigste zuerst kümmern. Nein, nicht um die Kirche! Nicht um Sexualmoral, Zölibat, Priestermacht! Sondern zuerst um die Opfer. Die warten noch immer auf Antwort, warum sie einst zur Beichte geschickt wurden und wie die Kirche nun sühnen will, dass sie so viele Verbrechen geschehen ließ."

Quelle: zeit


19.9.2018 Marc Quellet forderte bei der Vollversammlung des Rats der europäischen Bischofskonferenzen, dass die Kirche künftig besser auf die Stimmen der Opfer von Missbrauch hören müssen.

Quelle: orf


19.9.2018 Das Bistum Brooklyn in New York zahlt vier Missbrauchsopfern eines Religionslehrers 27,5 Millionen Dollar. Damit umgeht das Bistum einen Prozess.

Quelle: orf


18.9.2018 Florian Breitmeier kommentiert die vorab veröffentlichten Zahlen der MHG-Studie. Er spricht von einem "katholischen Schweigekartell", das nicht durch die Kirchenleitungen, sondern durch Betroffene aufgelöst wurde. Sein Fazit: "In der katholischen Kirche fehlt bislang eine tiefergehende theologische Reflexion darüber, welches institutionelle Selbstverständnis einzelne Täter geschützt und das klerikale Machtsystem insgesamt gestützt hat. Wenn die Kirche beim Aufarbeiten des Missbrauchsskandals eine Lerngemeinschaft sein will, dann muss sie die Betroffenen sexualisierter Gewalt und die Gläubigen viel stärker in den Aufarbeitungsprozess einbinden. Und Aufarbeitung bedeutet nicht nur Prävention. Es geht auch um Partizipation, Gewaltenteilung, das kirchliche Selbstverständnis, und die kirchliche Lehre. Doch genau davor haben viele leitende Geistliche große Skrupel, weil dies einen persönlichen und theologischen Kontrollverlust bedeuten kann."

Quelle: nrd.de


18.9.2018 Michael Räuber hat in seinem Buch "Geteilte Hölle" den Fall des Pfarrers Timmerbeil beschrieben., der Kinder schwer körperlich misshandelte und sexuell missbrauchte. Mary Halley-Witte von der Präventionsstelle des Erzbistums Hamburg spricht von schwereren und brutaleren Formen von Missbrauch, "immer auch gepaart mit sehr schwerer physischer Gewalt". Die Kirchengemeinde ist gespalten. Viele halten Michael Räuber für einen Nestbeschmutzer. Die Staatsanwaltschaft hat 2015 Ermittlungen eingestellt. 12 Betroffene haben sich bei der Kirche gemeldet. Gerüchteweise wird von mehr als 100 Opfern gesprochen.

Quelle: ndr.de


17.9.2018 Der chilenische Priester, Reverend Cristian Precht Banados, 77, der wegen sexuellen Missbrauchs laisiert wurde, hat in den 1970er Jahren unter der Pinochet-Diktatur das kirchl. Büro für Menschenrechte geleitet.

Quelle: dailymail


17.9.2018 Neben der Erkenntnis der MHG-Studie, dass fast 10 % der kirchlichen Missbrauchstäter irgendwann ein höheres Kirchenamt innehatten, belegt die Studie, das 67,1 % der Verfahren durch die Staatsanwaltschaft eingestellt wurden. In Vergleichsgruppen (Schulen, Sportvereine) betrug die Einstellungsquote nur 20,5 %. 46,6 % der Verfahren wurden wegen Verjährung eingestellt. In der Vergleichsgruppe war dies nur bei 3,8 Prozent der Verfahren der Fall. Die Verurteilungsrate betrug bei Klerikern nur 30,9 Prozent, während sie sich in der Vergleichsgruppe auf 67,9 Prozent belief.

Quelle: orf


17.9.2018 Der Ex-Chef des Weißen Rings in Lübeck war von 29 Frauen angezeigt worden wegen Belästigung. Vor Gericht muss er wegen einer Sache, Exhibitionismus.

Quelle: Spiegel.de


17.9.2018 Die meisten der 20 niederländischen Kardinäle, Bischöfe und Weihbischöfe, denen Vertuschung vorgeworfen wird, sind inzwischen verstorben. 4 von ihnen wird zudem sexueller Missbrauch vorgeworfen. Quelle: orf
16.9.2018 Im Bistum Osnabrück sind 35 katholische Priester als Missbrauchstäter und 68 Opfer bekannt geworden. Bislang war von 21 Tätern und einer unbekannten Zahl Betroffener und von 17 "Entschädigungszahlungen" die Rede.

Quelle: kirche-und-leben.de


16.9.2018 Zwanzig von 39 niederländischen Kardinälen, Bischöfen und Weihbischöfen haben im Lauf von 65 Jahren sexuellen Missbrauch vertuscht.

Quelle: Theguardian


*16.9.2018 Kardinal Marx äußert sich anlässlich der MHG-Studie: "Die Kirche geht durch Höhen und Tiefen. Gerade in diesen Tagen denken wir an die dunklen Seiten dessen, was in der Kirche geschehen ist und geschieht. Tief bedrückt, erschüttert und beschämt sind wir von der Realität sexuellen Missbrauchs Minderjähriger in der katholischen Kirche." Seit 2002, dann besonders ab 2010 und jetzt wieder, spüre die Kirche, dass die tiefe Wunde des Missbrauchs nicht verheile. "Wir stehen an der Seite der Betroffenen sexuellen Missbrauchs. Das ist unsere bleibende Verpflichtung. Es ist noch immer erschütternd, was Kindern und Jugendlichen, die sich Priestern anvertraut haben, durch dieses unvorstellbare Leid widerfahren ist", so Kardinal Marx. Er sagte dies in Valendar in einem Gottesdienst der Schönstattbewegung. Zur Erinnerung: der ehemalige Bischof von La Serena und Chillán, Francisco José Cox Huneeus lebt in Vallendar bei der Schönstatt-Bewegung. Ihm werden Sexualstraftaten im Kontext chilenischer kirchlicher Kinder- und Jugendheime vorgeworfen. Von seinem Amt trat er am 16. April 1997 zurück wegen seiner von der Kirche eingeräumten „etwas überschwänglichen Zuneigung“ besonders zu Kindern.

Quelle: Domradio


 15.9.2018 Matthias Drobinski berichtet, dass es sogar einen Leiter eines kirchlichen Archivs gebe, der selbst beschuldigt wurde, Minderjährige missbraucht zu haben. Nach SZ-Informationen kam auch eine Beraterin der von der Bischofskonferenz geschalteten Hotline mit rund 50 Verdachtsfällen zu den Forschern, ihre Angaben wurden nicht mehr berücksichtigt. Wenn Kirche Glaubwürdigkeit gewinnen wolle, wäre es nötig, dass die päpstlichen Archive geöffnet werde, der CiC sexuellen Missbrauch nicht weiter als Vergehen, sondern als Verbrechen wertet; die Debatte über Zölibat und das Selbstverständnis der Priester geführt wird und über das Verhältnis der katholischen Kirche zur Sexualität und zur Homosexualität, zur Verbindung von Religion, Autorität und Macht.

Quelle:  sueddeutsche.de


15.9.2018 Auch in Salt Lake City und San Diego werden Missbrauchsfälle berichtet.

Quelle:  vaticannews.va


15.9.2018 Bischof Karl-Heinz Wiesemann, Speyer, wendet sich im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch direkt an die Gemeinden und Gläubigen im Bistum Speyer. Seine Erklärung zur Veröffentlichung der Missbrauchsstudie wird an diesem Wochenende in allen Gottesdiensten der Diözese verlesen. „Das Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in Deutschland im Jahr 2010 hat eine tiefe Erschütterung ausgelöst. Wir Bischöfe haben in dieser Situation zahlreiche Maßnahmen zur Aufklärung und Prävention ergriffen. Auch sahen wir die Notwendigkeit, den Missbrauch in der katholischen Kirche durch Wissenschaftler von außen unabhängig untersuchen zu lassen“, schreibt Bischof Wiesemann.

Quelle: rheinpfalz.de


15.9.2018 Auch  Weihbischof Rolf Lohmann zeigte sich erschüttert von der „enorm großen Zahl junger Opfer sexueller Übergriffe“, von der „nachgewiesenen Vertuschung durch kirchliche Verantwortungsträger“ und von der Forschererkenntnis, dass davon auszugehen sei, dass auch heute im kirchlichen Bereich sexueller Missbrauch vorkomme.

15.9.2018 Bischof Gonzalo Duarto, Chile, wird inzwischen sowohl Vertuschung als auch sexueller Missbrauch vorgeworfen. Der Papst hatte am 11.6.2018 seinen  "Rücktritt aus Altersgründen" angenommen. Auch Bischof Carlos Pellegrin, Chillian, wird des Missbrauchs beschuldigt. Gegen ihn wurde bereits 2011 wegen einer Reihe von anonymen Anschuldigungen ermittelt, aber im vergangenen Monat tauchten neue auf, so dass die örtliche Staatsanwaltschaft erneut wegen Missbrauchs ermittelt.
Quelle: orf cruxnow.com


15.9.2018 Die französische Bischofskonferenz hat Missbrauchsopfer zu ihrer Vollversammlung eingeladen.

Quelle: catholicnewsagency.com


15.9.2018 Fast zehn Prozent der katholischen Kleriker, die in Kindesmissbrauch verwickelt sein sollen, hatten irgendwann ein leitendes Amt inne: Dechant, Regens, Offizial, Domkapitular, Weihbischof, Bischof oder Erzbischof.

Quellen: epochtimes, Zeit  orf


15.9.2018 Einige Bischöfe reagieren auf die Vorabmeldungen der MHG-Studie: Erzbistum Berlin, Bistum Passau. Kardinal Wölki, Köln, schreibt: Vor allem gehört zur Buße, den Betroffenen zu begegnen, sie anzuhören und ihr Leid auszuhalten. Erst dann kann die Kirche selbst auf die Vergebung Gottes hoffen, die wir sonst den Menschen zusprechen. Und erst dann können wir hoffen, dass auch die Betroffenen uns eines Tages – vielleicht – IHRE Vergebung gewähren." Das Bistum Trier erläutert, warum ein Beratungsangebot für Missbrauchsopfer wichtig ist, wenn anlässlich der Veröffentlichung der Studie der DBK Erinnerungen hochkommen.

Der Würzburger Bischof Franz Jung berichtet, dass beim Einführungskurs neuer Bischöfe in Rom ein ganzer Tag diesem "schwierigen Thema" eingeräumt worden sei, "das die Kirche sehr belastet".


14.9.2018 Hermann Häring im Gespräch über sexuellen Missbrauch in der kath. Kirche

Quelle: br.de


14.9.2018 Die Süddeutsche spricht von den Einschränkungen, denen die MHG-Studie unterliegt und benennt die Verbindung zum Auftraggeber, die bei aller seriös geleisteten Arbeit, die Zweifel nie ganz ausräumen könne. Nach Informationen der SZ kam z.B. eine Beraterin der von der Bischofskonferenz geschalteten Hotline mit rund 50 Verdachtsfällen zu den Forschern zu spät, um Eingang in die Studie zu finden. In einem anderen Fall war der Leiter des bischöflichen Archivs einer der Beschuldigten.

Quelle: Süddeutsche


14.9.2018 Josh Shapiro, verantwortlich für die Untersuchung in 6 Bistümern von Pennsylvania, berichtet, dass mehr als 1.000 Anrufe seit der Veröffentlichung der Studie eingegangen sind. 

Quelle: wjactv.com


14.9.2018 Die Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Lisi Maier, macht "Männerbünde" innerhalb der katholischen Kirche für fehlende Aufklärung von sexuellem Missbrauch verantwortlich. "Das sind etwa Karrierenetzwerke, bei denen sich die Teilnehmer gegenseitig unterstützen. Diese Netzwerke verhinderten Aufklärung. Sie fordert, die "größere Macht der Geistlichen in der Kirche im Vergleich zu den Laien" zurückzudrängen.

Quelle: katholisch.de


14.9.2018 In Chile wurden in Valparaiso, Osorno, Concepcion und Chillian Durchsuchungen der Bistümer vorgenommen. Auch der E-Mail-Verkehr hochrangiger Kirchenvertreter wurde sichergestellt. Ermittelt wird gegen die Kardinäle Ricardo Ezzati und Francisco Javier Errazuriz. Bischof Cristian Contreras Molina aus San Felipe steht im Verdacht für Missbrauchsfälle verantwortlich zu sein, Luis Infanti de la Mora aus Aysen wird die Vertuschung von Missbrauchsfällen vorgeworfen, wie die Tageszeitung "La Tercera" (Donnerstag Onlineausgabe) berichtete.

Quelle: Domradio


14.9.2018 Interview mit Dr. Christiane Florin im Deutschlandfunk: Was ist Gerechtigkeit für Missbrauchsopfer?

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