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© Pixabay - Bild von Roman Grac© Pixabay - Bild von Roman Grac

 

Windmühle

Sturm hat den Ozean

meines Lebens aufgewühlt

hat mit Orkanböen

Wasser auf mein Land geschwemmt

 

salziges Wasser

da wächst nicht mehr viel

alles kontaminiert

mein Gott wurde vergiftet

 

es bleibt Irritation über

Gesagtes und Getanes

im Raum der Kirche

wozu noch stehen

 

immer noch stehe ich

stark und trotzig

zu meinem Glauben

an Dich Urgrund von allem

 

leise weht

eine frische Brise

die mir zuflüstert es ist Zeit

eine Windmühle zu bauen

 

ich baue

eine Windmühle

aus den Trümmersteinen

meiner Kirchenlandschaften

 

ihre Windflügel sind

meine heilen Erinnerungen

die Sehnsucht nach

Gemeinschaft Hingabe Segen

 

meine Windmühle

setze ich in den Wind

sie gibt mir das Land zurück

in dem Du wohnst

 

Edith Schwarzländer (Pseudonym) 2020

 

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Das Kind

fiel in den Brunnen

 

Wer holt es wieder raus ?

Der Brunnen ist so tief !

 

Die Mutter nicht

der Vater nicht

Wer merkt es schon

dass es im Brunnen ist ?

 

Die Schreie bleiben unerhört

und auch das Weinen.

Das Kind verstummt

in einer Welt

der Taubheit und der Blindheit.

 

Und dennoch

und dennoch

kämpft es sich hoch

fällt wieder runter

sitzt am Boden

ohne Nahrung seine Seele

Der Engel in ihm

trocknet die Tränen

und hebt es empor.

 

Komm Engel, komm

und wälze den Stein vom Grab,

damit es wieder hell wird und warm.

Tröste das Kind und umhülle es

mit deiner Liebe ,deinem Frieden, deinem Heil ,

damit es wieder leichtfüßig

ins Grüne kann.

 

Paula Kahlo (Pseudonym), 2016

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Gefangen im Misstrauen

Gefangen in meinem Misstrauen gegenüber Gott und den Menschen

gefangen

in meiner Angst

Gefangen

in meiner Vergangenheit

in alten Gefühlen und altem Schmerz

gefangen

in füheren schlechten Erfahrungen bei menschlichen Kontakten ,

wo Vertrauen lebensbedrohlich wurde

wo ich im Sturm (auf hoher See) beinahe unterging,

wo es nichts geholfen hatte

jemanden geweckt zu haben

da dieser nicht hören und den Sturm nicht sehen wollte

und Misstrauen von da an angebracht war

um mich zu schützen

seitdem

gefangen

in der Erfahrung und dem Gefühl

von Gott und den Menschen allein gelassen worden zu sein

Gott nichts mehr zuzutrauen

der heiligen Geistkraft nichts zuzutrauen

wenn ein Lebenssturm tobt

und das Boot droht unterzugehen

gefangen

in der Erfahrung

das Gott schläft

gefangen

dass der göttliche Kern im Menschen

verschüttet ist

gefangen.

B., Listenfrau

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