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Was ist nicht hilfreich für Gewaltüberlebende?

© Pixabay - Bild von kalhh © Pixabay - Bild von kalhh Vergebungsaufforderungen an Missbrauchsopfer

“Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein” – an dieses Bibelwort wird gerade in christlichen Kreisen immer wieder erinnert. Es ist geeignet, Missbrauchsopfer zum Schweigen über das Erlittene und die Folgen zu bringen. Denn auch sie wissen natürlich, dass sie Menschen mit Fehlern, Macken und Kanten, “SünderInnen”, sind. Auch in christlichen Kreisen wird Missbrauchsopfern vorgehalten, ihr Leid hätte seine Ursache in ihrer Vergebungsunwilligkeit (vgl. youtube.com - Triggergefahr!). Damit wird die Ursache des Leides – die oft jahrelang als Kind oder Jugendliche erlittene Gewalt – unsichtbar gemacht und dem Opfer die Schuld an seinem Leid aufgebürdet. Für die Zuschauer ist das geschickt: Sie können das mit der vermeintlich eigenen Schuld am Leid belastete Opfer allein lassen. 

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© Pixabay - Bild von Ben Kerckx© Pixabay - Bild von Ben KerckxOpfermythen und -beschuldigungen 

Die Wahrheit hat es schwer, sich gegen Mythen durchzusetzen. Opfermythen und Opferbeschuldigungen bringen Betroffene zum Schweigen. Wenn das Leben Betroffener erleichtert werden soll, braucht es viele Menschen, die den Mythen und Beschuldigungen öffentlich widersprechen.

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© Pixabay - Bild von alusruvi © Pixabay - Bild von alusruvi

 Christlich-esoterisches oder christlich-fundamentalistisches Denken

Missbrauchsopfer werden mit unterschiedlichen Angeboten aus christlich-esoterischem oder christlich-fundamentalistischem Denken und Glauben konfrontiert. Beide Vorstellungswelten können für Gewaltüberlebende vergleichbare Folgen haben. Am Ende sind die Opfer schuld, dass ihnen Gewalt geschah und dass die Folgen anhalten: Sie denken oder glauben falsch; sie wenden Techniken und Hilfsmittel, die ihnen die Folgen von Traumatisierung durch Menschengewalt wegnehmen sollen, falsch an; sie sind nicht bereit oder nicht fähig, den Tätern zu vergeben.

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