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8.3.2008 Kongress

“Kirchen gegen Armut und Ausgrenzung” – Heidelberg

Dr. Barbara Haslbeck hat an diesem für uns sehr wichtigen Kongress vom 6.- 8.3.2008 in Heidelberg teilgenommen. Beruflich bedingt kam ich erst am letzten Tag mit Stellwand und Büchertischen dazu. EIN wichtiges Ergebnis des Kongresses habe ich euch mitgebracht. Dort setzt sich offensichtlich die Erkenntnis durch, dass Kirchen nur dann authentisch ihre Botschaft vermitteln, wenn sie nicht Kirchen für Arme und Ausgegrenzte sind, sondern KIRCHEN MIT Armen und Ausgegrenzten. Dass diese Erkenntnis sich Bahn bricht, macht mir Hoffnung

In einem der vielen workshops brachte eine französische reformierte Pfarrerin in einem Ghetto am Rande von Paris das Problem auf den Punkt. Sie erzählte, dass der ihr vorgeschriebene Gebetstext am Sonntag ein Schuldbekenntnis vorsieht: “Wir haben uns nicht genügend um die Armen gekümmert – Herr, erbarme dich”. Immer muss diese Pfarrerin die Texte umschreiben, denn in ihrer Gemeinde SIND die Menschen die Armen. Die Armen und Ausgegrenzten SIND mitten in der Kirche und sie sind nicht “die Anderen”, die draußen stehen. Beeindruckt war ich – wieder einmal – von einem Menschen, der eine tiefe Freude und Fröhlichkeit ausstrahlte. Da war die Hoffnung unübersehbar, die die Freiheit der Kinder Gottes vermittelt – mitten in Not und Ausweglosigkeit.

Dass der Stand von GottesSuche nur wenig frequentiert war, lag vermutlich nicht nur an der Erschöpfung der TagungsteilnehmerInnen.

8.3.2008 Erika Kerstner

 

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