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Agana© A., Winter© A., Winter16.1.2019 Die Erzdiözese Agana, Guam, hat Insolvenz beantragt. Damit stelle sich die Kirche ihrer Verantwortung, den sexuell missbrauchten Menschen „das größtmögliche Maß an Gerechtigkeit und Trost“ zukommen zu lassen, sagte Erzbischof Michael Byrnes. „Wir übernehmen die Verantwortung für die Sünden der Vergangenheit.“ Mehr als 200 von Klerikern und „einigen Laien“ missbrauchte Opfer erheben Entschädigungsansprüche gegen die Kirche. Im Erzbistum Agana sind derzeit 50 Diözesan- und Ordenspriester tätig.

Quelle: orf


16.1.2019 (Nicht nur) Einem Betroffenen sexualisierter Gewalt durch einen Kleriker wird klar, dass er mit den Folgen seiner Missbrauchsgeschichte von allen allein gelassen wird.

Quelle: Deutschlandfunk


16.1.2019 Bischof Bode, Osnabrück, sagt: "Wir brauchen in der Bischofskonferenz viel Zeit für die Beschäftigung mit diesem Thema [Missbrauch durch Kleriker]. Es sind nun aber schon mehr als 16 Jahre, in denen wir vom Missbrauchsskandal wissen", sagte Bode. "Trotzdem arbeiten wir noch immer nicht an den Kernfragen." Er schlägt einen zentrale Gerichtshof vor, der die Möglichkeit einer "unabhängig und mit größerer Kompetenz" geführten Aufklärung böte.

Quelle: ndr.de


16.1.2019 Papst Franziskus sagt im Vorfeld des Missbrauchsgipfels, ein weltweites Problem könne nur weltweit angegangen werden. Er benennt als Ziel: Es sei "ganz wesentlich", dass die Bischöfe nach ihrer Rückkehr aus Rom "die anzuwendenden Gesetze kennen sowie die notwendigen Schritte unternehmen, um Missbrauch zu verhindern, sich um die Opfer zu kümmern und sicherzustellen, dass kein Fall vertuscht oder begraben wird." Der Missbrauchsgipfel solle keine Konferenz sein, sondern ein Treffen von Seelsorgern, bei dem es "auch um Gebet und geistliche Unterscheidung" gehe. Auch Vorträge von Betroffenen und eine Bussfeier sind eingeplant. Zum Abschluss der Bischofsversammlung am Sonntag ist eine Messe geplant. Mindestens zwei Frauen werden dabei sein: Gabriella Gambino und Linda Ghisoni, Untersekretärinnen der Vatikanbehörde für Laien sowie Familie und Leben.

Quelle: katholisch.de  domradio.de

Kommentar: Bislang unbekannt ist, ob der Missbrauchsgipfel auch Sanktionen gegen Bischöfe und ihre Festschreibung im Kirchenrecht beschließt, die sich nicht an die Gesetze halten, die Opfer im Stich lassen und nach wie vor Fälle vertuschen. Es ist ja nicht zu erwarten, dass weltweit aus den bisherigen Vertuschern Bischöfe werden, die Verbrechen offenlegen, verfolgen und solidarisch an der Seite der Betroffenen stehen. Skeptisch macht mich auch, dass der Papst davon spricht, kulturelle Unterschiede müssten beachtet werden und vergangene Missbrauchsfälle müssten mit der Hermeneutik der Vergangenheit beurteilt werden. Zudem: Die Bischöfe haben auch in den letzten 20 Jahren Bussfeiern abgehalten, gebetet und Messen gefeiert - zu einer erkennbaren Veränderung hat dies bislang jedenfalls nicht oder nur bei wenigen Bischöfen geführt. Ob sich der Gipfel mit der grundlegenden Frage nach dem Machtverzicht der Kleriker, der Beteiligung von Frauen und Laien an der Verantwortung für die Kirche und an Entscheidungen stellen wird, ist mir unklar.


15.1.2019 Die "American Catholic Historical Association" beschäftigt sich mit der Frage, wie es zu Missbrauch in der katholischen Kirche kommen kann. Einige Ergebnisse: Nicht die Theologie oder das Glaubenssystem seien Ursache, sondern "eine Kultur starker institutioneller Abschottung". Dabei könne eine historische Recherche das Verhältnis zwischen Priesterseminar und Gesellschaft untersuchen - zwischen beiden gebe es eine Barriere, die dazu führt, dass die katholische Kirche anfällig für Missbrauch und seine Vertuschung sei. Sexueller Missbrauch in den USA sei nicht überwiegend ein städtisches Ostküsten-Thema mit Weißen als Opfer, Missbrauch sei häufiger in ländlichen und westlichen Regionen, in denen überproportional viele Indianerreservate und Missionsschulen beheimatet sind, vorzufinden. Ohne die Rassen- und Kolonialismus-Frage sei das Thema Missbrauch in der Kirche nicht zu beantworten. Eine Prognose über die Zukunft der US-Kirche sei schwierig.

Quelle: Domradio


15.1.2019 Mark Apuron, Neffe des früheren Erzbischofs Anthony Apuron, erhebt Klage gegen Apuron wegen eines Missbrauchs in den Amtsräumen des Erzbischofs. Apuron habe den damals Jugendlichen Ende der 1980er Jahre vergewaltigt.  Die Klage richtet sich gegen den ehemaligen Erzbischof und unter anderem gegen den Heiligen Stuhl und den Vatikanstaat sowie deren Vertreter und die Kapuzinerprovinz, der Anthony Apuron angehört. Die Klage gegen den Heilige Stuhl wird damit begründet, dass Apuron "zu allen einschlägigen Zeiten Angestellter des Heiligen Stuhls" und als solcher direkt durch den Papst ernannt worden sei.

Gegen das kirchliche Urteil vom März 2018 hat Apuron Berufung eingelegt. Aktuelle Informationen über das Verfahren gibt es nicht.

Quelle: katholisch.de


14.1.2019 Marie Collins beobachtet in der irischen katholischen Kirche eine zunehmende Selbstgefälligkeit, die davon ausgeht, dass die Krise überwunden ist. Sie bemerkt, dass jede bislang erreichte Verbesserung des Schutzes von Kindern in der Kirche nicht universell sei. Die Kirche habe reaktiv gehandelt, nicht proaktiv. Die Erfahrungen einiger Länder im Umgang mit Missbrauch werde in anderen Ländern nicht genutzt. Z.B. würden die Bischöfe in Polen, wo derzeit kirchliche Missbrauchsfälle öffentlich werden, von "Feinden der Kirche" und "aggressiven Medien mit antichristlicher Agenda" sprechen. Collins berichtet von ihrem Gespräch mit dem Papst im August 2018. Der Papst habe sie darauf hingewiesen, dass bei der Nicht-Einsetzung eines von der Päpstlichen Kinderschutzkommission vorgeschlagenen Tribunals gegen vertuschende Bischöfe, das der K9-Rat gebilligt und die Glaubenskongregation abgelehnt habe, die kulturelle Differenz und das unterschiedliche Verständis für Kindesmissbrauch berücksichtigt werden müsse. Collins hingegen betont, dass nicht nur die Kultur der Menschen respektiert werden müsse, sondern auch die Rechte des Kindes. Sie erinnert an die UN-Kinderrechtskonvention: Das Wohl des Kindes ist vorrangig zu berücksichtigen.

Für die Februar - Versammlung der Bischofskonferenzvorsitzenden schlägt sie einige Maßnahmen vor, die dort beschlossen werden sollten:

  • Eine Definition von sexuellem Missbrauch, die auch ins Kirchenrecht aufgenommen werden müsse. Bislang gibt es nur ein Kirchenrecht, das äußerst vage von "Vergehen gegen das sechste Gebot des Dekalogs" spricht,

  • Eine Definition des Begriffs "Nulltoleranz", die bisher sehr verschieden ausgelegt wird. Die Definition sollte ins Kirchenrecht aufgenommen werden,

  • Die Trennung zwischen Missbrauch gefährdeter Erwachsener und Missbrauch Minderjähriger im Kirchenrecht,

  • Universell gültige und verpflichtende Schutzmaßnahmen und eine transparente Vorgehensweise in der Rechenschaftspflicht der Bischöfe im Blick auf ihren Umgang mit Missbrauchsmeldungen,

  • Klarheit über den Prozess der Rechenschaftslegung der Bischöfe,

  • Der Papst müsse diejenigen benennen, die Verurteilungen aussprechen und die Verurteilungen müssen veröffentlicht werden.

Marie Collins fürchtet, dass es auf der Februar-Versammlung lediglich Versprechungen für die Zukunft geben werde aber kaum konkrete Aktionspläne. Sie erwartet keine Veränderungen, wenn die Laien darauf warten, dass Veränderungen von den Kirchenverantwortlichen kommen. Die Laien müssten sich für Veränderungen einsetzen, auch für die Beteiligung der Laien einschließlich der Frauen auf allen kirchlichen Ebenen.
Quelle: associationofcatholicpriests.ie


14.1.2019 Der Ständige Rat der chilenischen Bischofskonferenz war eine halbe Stunde lang beim Papst, um ihm seine Schritte im Umgang mit sexuellem Missbrauch in der Kirche Chiles zu berichten. Auch Kardinal Ricardo Ezzati, Santiago, war dabei. Ihm wird Vertuschung von Missbrauchsfällen vorgeworfen. Er weist die Vorwürfe zurück. Die chilenische Staatsanwaltschaft ermittelt in 148 Untersuchungen gegen 202 Personen aus der Kirche oder deren Umfeld. Die Untersuchungen betreffen 127 Kleriker, unter ihnen acht Bischöfe.

Quelle: orf


14.1.2019 Ein über eine Zeitarbeitsfirma angestellter Pfleger der Diakonie Stetten wurde wegen sexuellen Missbrauchs von einem behinderten 14-jähringen Jungen und einer behinderten 20-jährigen Frau wurde zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Er gestand. Überdies wurden in seiner Wohnung kinder- und jugendpornografische Videos und Bilder gefunden.

Quelle: swr


12.1.2019 Kerstin Bachtler spricht über Carola Moosbachs "Haussegen - Ein sicherer Ort ... einstweilen"

Quelle: swr


12.1.2019 Ein langjähriger Reporter der "New York Times", Peter Steinfels, greift zentrale Aussagen des Grand-Jury-Berichts aus Pennsylvania. 2018, an. Teile seien "grob irreführend, unverantwortlich, ungenau und ungerecht", schreibt er.

Die Anschuldigung, dass katholische Bischöfe pauschal und komplett abgelehnt hätten, Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen, sei nicht richtig. Dagegen seien die zahlreichen im Grand-Jury-Bericht dokumentierten Fälle von sexuellen Vergehen und Übergriffen "schrecklich wahr". Steinfels beklagt, dass im Jury-Bericht keine Unterschiede zwischen den Diözesen und den einzelnen Bischöfen gemacht werde. Zudem seien die Auswirkungen der Charta von Dallas, 2002, unberücksichtigt geblieben. Viele Verbrechen seien erst nach 2002 bekannt geworden. Man könne, so Steinfels, den Bischöfen nicht vorwerfen, dass sie Verbrechen vertuscht haben, von denen sie nichts wussten.

Quelle: Domradio


11.1.2019 Die Diözese Chicago räumte ein, dass sie den Priester C. J. McCloskey trotz sexueller Verfehlungen im Amt gelassen und nie suspendiert habe. Die Anklägerin wandte sich 2002 an Opus Dei,  das die Vorwürfe als glaubhaft einstufte und 2015 knapp eine Million Dollar zahlte. Der Orden versprach, den Beschuldigten daran zu hindern, jemals wieder anderen zu schaden. Der Beschuldigte ging nach Chicago und war weiterhin als Priester tätig.

Quelle: vaticannews


11.1.2019  Kardinal Donald Wuerl hatte vor seinem Ruhestand am 12. Oktober 2018 wiederholt bestritten, etwas von den Vorwürfen gegen den Ex-Kardinal McCarrick gewusst zu haben. Weder in seinen Jahren in Washington, noch davor habe er von Vorwürfen gehört. Nun recherchierte die Washington Post, dass Wuerl bereits 2004 Vorwürfe gegen McCarrick an den Vatikan gemeldet habe. Die Erzdiözese Washington und das Bistum Pittsburgh, wo Wuerl tätig war, bestätigten die Recherchen der Washington Post.

Quellen: Domradio   Katholisch.de  Kommentar Domradio


11.1.2019 Ein 2015 verstorbener Priester von Wormbach, Bistum Paderborn, wird von drei Personen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. 2010 gab es die erste Beschuldigung, als er Vikar in Werl war. Die Taten bezogen sich auf die 70er-Jahre. Ebenfalls 2010 tauchte ein Vorwurf gegen den Beschuldigten auf, als er Theologie in Paderborn studierte. Der Vorwurf betraf Fälle aus den 1966-er Jahren. Der Beschuldigte wies alle Vorwürfe zurück. Die Glaubenskongregation hielt im Oktober 2010 "nach eingehender Untersuchung, die Eröffnung eines kanonischen Strafverfahrens nicht [für] angezeigt". Das Generalvikariat in Paderborn führte weitere Gespräche auch mit möglichen Zeugen. Weitere Erkenntnisse gab es nicht; Sanktionen wohl auch nicht. Im Juli 2013 ging der Beschuldigte in den Ruhestand.

Nach seinem Tod 2015 beschuldigte eine dritte Person den Pfarrer des sexuellen Missbrauchs in den 80er-Jahren in Wormbach.

Quelle: wp.de


10.1.2019 Die Staatsanwaltschaft in Lyon hat sich gegen eine Verurteilung von Kardinal Philippe Barbarin (68) ausgesprochen. Ein Teil der Taten sei verjährt, und für die nicht verjährten Taten könne kein Straftatbestand festgestellt werden, sagte eine Staatsanwältin.Die Urteilsverkündung wird am 7. März erwartet.

Quelle: orf  katholisch.de  domradio


9.1.2019 Dem ehemalige Bischof von Oran, Argentinien, Gustavo Zanchetta, Assessor der päpstlichen Güterverwaltung, wird sexueller Missbrauch vorgeworfen. Er war nach seinem Rücktritt vom Bischofsamt am 1.8.2017 ("aus gesundheitlichen Gründen) im Dezember 2017 von Papst Franziskus zum Assessor der päpstlichen Güterverwaltung  ernannt worden. Zu diesem Zeitpunkt seien keine Vorwürfe sexuellen Missbrauchs gegen Zanchetta bekannt gewesen, sagte Gisotti, der Vatikansprecher. Vorwürfe seien erst im letzten Herbst bekannt geworden. Zwei Priester aus Orán, die ihre Namen nicht nennen wollen, widersprechen dieser Darstellung. Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs gegen Bischof Zanchetta seien schon 2015 erhoben worden und auch dem damaligen – inzwischen nach Rom zurückbeorderten – päpstlichen Nuntius Emil Paul Tscherrig in Buenos Aires bekannt gewesen.

Quelle: FAZ


9.1.2019 Die chilenische Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass in 148 staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen 202 Personen aus der Kirche oder deren Umfeld Gegenstand der Ermittlungen seien. Die Untersuchungen betreffen 127 Kleriker, unter ihnen acht Bischöfe. Der chilenische Staatsanwalt Jorge Abbott rief den Vatikan zu einer besseren Zusammenarbeit auf. Man habe zwar teilweise Fragen beantwortet, doch noch seien nicht alle gewünschten Informationen eingetroffen: "Aber wir machen beim Vatikan weiter Druck, bei jenen kirchlichen Autoritäten, die sich verpflichtet haben, unsere Untersuchung zu unterstützen."

Quelle: Domradio


9.1.2019 Kardinal Barbarin sagt vor Gericht, er habe im Januar 2015 im Vatikan um Rat gefragt, wie er mit Bernard Preynat umgehen solle. Rom habe ihn angewiesen, keinen Skandal zu provozieren und den Priester besser nicht sofort zu suspendieren. Barbarin folgte den Anweisungen, und erst als zum 1. September 2015 Neuernennungen für Pfarrstellen anstanden, wurde Preynat von seinen Ämtern suspendiert. Auf die Frage, warum Preynat heute kein Amt mehr hat, antwortete Barbarin jetzt vor Gericht: "Weil es die Entscheidung ist, die Rom mir vorgeschlagen hat."  Franziska Broich, KNA, kommentiert: "Die Antworten des Kardinals zeigen vor allem Gehorsam; Verantwortungsgefühl jedoch vermissen die Beobachter." Barbarin sagte, für ihn sei es wichtig, dass kein Kind nach 1991 missbraucht worden sei. Dass er seit 1991 kein Kind mehr missbraucht habe, hatte ihm Preynat, der 70-85 Kinder missbraucht haben soll und derzeit vor Gericht steht, geschworen.

Quelle: katholisch.de


8.1.2019 Im Jahr 2019 wird ein Film von Francois Ozon veröffentlicht werden, der die Geschichte dreier Männer erzählt, die von Bernard Preynat missbraucht wurden: Grâce à Dieu.


8.1.2019 Nach Angaben der FAZ war nicht nur der jetzige, sondern auch der frühere Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Müller, vor das Gericht in Lyon geladen worden. Auch er war der Vorladung mit Verweis auf seine strafrechtliche Immunität nicht nachgekommen. Das Gericht hatte den jetzigen und den früheren Präfekten der Glaubenskongregation anhören wollen, um die Rolle der Kirchenführung im Vatikan im Umgang mit Missbrauchsfällen durch Kardinal Barbarin, Lyon, zu klären.

Quelle: faz.net


*8.1.2019 Der Kölner Stadtdekan Robert Kleine wirft den Kardinälen Gerhard Ludwig Müller und Walter Brandmüller bösartige Diffamierung vor. Er hält für untragbar, wenn die Diskussion über Zölibat, Sexualmoral und Priesterausbildung als "Missbrauch des Missbrauchs" gegeißelt werde. Und wenn ein Kardinal einen Zusammenhang zwischen Missbrauch und Homosequalität als "statistisch erwiesen bezteichne, dann sei dies eine bösartige Diffamierung Homosexueller, um vom eigentlichen Skandal abzulenken.

Quelle: katholisch.de


8.1.2019 Der dt. Kurienkardinal Kasper sagt, dass Leute, die das Pontifikat von Papst Franziskus beenden wollen, nutzten den Missbrauchsskandal für eine Diskussion um den Papst. Auch Marie Collins wirft Gegnern von Papst Franziskus vor, das Thema Missbrauch zu instrumentalisieren: "Es war also eine Art Politik der Spaltung. Die Sicherheit der Kinder spielte keine Rolle", sagte sie.

Quelle: katholisch.de


8.1.2019 Die Menschenrechtskommission des chilenischen Senats hat sich dafür ausgesprochen, Kardinal Ricardo Ezzati die Staatsbürgerschaft zu entziehen, die er ehrenhalber 2006 erhalten hatte. Das Votum über den Antrag, der im Juli 2018 gestellt wurde, erfolgte einstimmig. In der Begründung hieß es, Ezzati sei den Ansprüchen seiner Aufgabe und seiner ihm ehrenhalber verliehenen chilenischen Staatsbürgerschaft nicht gerecht geworden. Senat und Abgeordnetenkammer müssen noch zustimmen. Ezzati wird die Vertuschung zahlreicher Missbrauchsfälle vorgeworfen.

Quelle: katholisch.de


8.1.2019 Der Jesuit Klaus Mertes hat sich für eine strenge Gewaltenteilung in der katholischen Kirche ausgesprochen. Statt monarchischer Leitungsstrukturen brauche es unabhängige Kontrollinstanzen und Beschwerdestellen, um kirchliche Entscheidungen und Machtverteilungen zu überprüfen. Der Schutz der Schwächeren müsse oberste Priorität haben, die jedoch nur durch eine unabhängige kirchliche Gerichtsbarkeit garantiert werden könne. Es sei nicht ausreichend, wenn Papst Franzisku7s zusage, dass sich Vertuschung von Missbrauch nicht wiederholen dürfe, ohne zugleich strukturelle Konsequenzen zu ziehen.

Quelle: katholisch.de


8.1.2019 Das Opus Dei berichtete erstmals, dass Opus Dei 2005 ca 977.000 US-Dollar an eine Frau zahlte, die das Opus-Dei-Mitglied Rev. C. John McCloskey sexuellen Missbrauchs beschuldigte. Eine zweite Anschuldigung gegen McCloskey werde derzeit geprüft. McCloskey reagierte nicht auf die Anschuldigungen. Das Opus Dei sagte, er habe Alzheimer und sei weitgehend arbeitsunfähig. McCloskey wurde bekannt, weil er vor allem konservative Konvertiten zum Katholizismus führte.

Quelle: Huffingtonpost  religion.orf.at


7.1.2019 Kardinal Barbarin, Lyon, muss sich wegen des Vorwurfs, sexuelle Übergriffe nicht angezeigt zu haben, zusammen mit fünf weiteren Abgeklagten vor Gericht verantworten. Die weiteren Angeklagten sind Maurice Gardès, derzeit Erzbischof im südwestfranzösischen Auch; Thierry Brac de la Perrière, Bischof von Nevers; zwei Kleriker aus Lyon und eine ehemalige Verantwortliche für Missbrauchsopfer.

Barbarin beteuerte, keine Informationen über sexuellen Missbrauch zurückgehalten zu haben. "Ich habe nie versucht, etwas zu vertuschen", sagte er. Er verstehe deswegen auch nicht, wessen er sich schuldig gemacht haben solle. Der beschuldigte Geistliche, Preynat, habe ihm geschworen, seit 1990 kein Kind missbraucht zu haben; daher habe er, Barbarin, ihn nicht suspendiert. Preynat ist vor drei Jahren von ehemaligen Pfadfindern angezeigt worden. 80 Personen geben an, Opfer von Preynat gewesen zu sein. Barbarin verteidigte sich in der Verhandlung unter anderem mit den Worten: „Ich habe getan, wozu Rom mich aufforderte. Rom [d.h. Ladaria als Mitarbeiter der Glaubenskongregation] forderte mich auf, einen öffentlichen Skandal zu vermeiden, dementsprechend habe ich gehandelt.“

Auch Kardinal Luis Ladaria, Präfekt der Glaubenskongregation, sollte als Beschuldigter vor Gericht erscheinen. Der Vatikan hat jedoch diplomatische Immunität geltend gemacht.

Der jetzige Prozess gegen Kardinal Barbarin, seit 2002 Erzbischof von Lyon, geht auf den Juli 2004 zurück. Damals forderte ein Opfer des Priesters vom Erzbistum Lyon die Entfernung von Preynat aus dem pastoralen Dienst. Kardinal Barbarin eröffnete daraufhin einen kanonischen Prozess, der am 31. August 2015 dazu führte, dass Bernard Preynat von seinen Aufgaben entfernt wurde. Bereits 1991 war ein Verdacht gegen Preynat dem damaligen Erzbischof, Kardinal Albert Decourtray, gemeldet worden. Preynat wurde danach jedoch wieder in der Pfarreiarbeit eingesetzt. Kardinal Barbarin gab zu, bereits 2008 von dem Fall gewusst zu haben, während das Bistum bislang davon sprach, dass die Fakten erst 2014 erfahren worden seien.

Quellen: katholisch.de  euronews  welt.de  vaticannews  domradio.de


7.1.2019 Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen hat Ermittlungen gegen einen katholischen Priester des Bistums Erfurt wegen Verjährung eingestellt. Die kircheninternen Überprüfungen der Vorwürfe gehen weiter. Hinweise auf einen Missbrauch hat es nach Angaben des Bistums schon 1989 gegeben.  Der damalige Personalverantwortliche, der spätere Weihbischof Hans-Reinhard Koch, hatte in einer Aktennotiz Vorwürfe homosexuellen Verhaltens Jugendlichen gegenüber festgehalten. Der Beschuldigte hatte die Vorwürfe abgestritten und sei ermahnt worden. Der damals zuständige Bischof Joachim Wanke räumt nach Bistumsangaben ein, einen Fehler gemacht zu haben. Mitte Dezember 2018 hatte das Bistum Strafanzeige erstattet.

Quelle: insuedthueringen.de


6.1.2019 Dekan Paul Magino, Wendlingen, Bistum Rottenburg-Stuttgart, weist auf die Folgen von Falschbeschuldigungen für Priester hin: "Selbst wenn eine Schuld nicht nachgewiesen werden kann, kann auch die Unschuld nur in den allerwenigsten Fällen bewiesen werden. Trotz geltender Unschuldsvermutung bleibt da etwas offen. Und genau das können Kirchengemeinden oder die Öffentlichkeit nur schwer nachvollziehen." Magino berichtet, wie das Bistum mit beschuldigten Priestern umgeht.

Quelle: katholisch.de


6.1.2019 Bischof Bode, Osnabrück, kündigte an, notfalls auch einen Alleingang im Umgang mit Missbrauchsfällen zu wagen - zusammen mit den Bistümern Hamburg und Hildesheim, falls nicht alle deutschen Bistümer diesen Weg genauso schnell und umfassend gehen wollten. Bode hat die Prävention, die Intervention und die Begleitung "irritierter Systeme, d.h. Gemeinden, die durch Missbrauch durch Kleriker gespalten sind, im Blick. Als vierten Block nannte Bode die innerkirchliche Befassung mit der Sexualmoral und dem Problem des Klerikalismus sowie dem Umgang mit Macht in der Kirche.

Quelle: katholisch.de


6.1.2019 Matthias Katsch kritisiert den Entwurf eines neuen Opferentschädigungsgesetzes. Der Entwurf bringe Opfern von Klerikern nichts oder sogar Verschlechterungen. Verschlechterungen gebe es bei der bisher möglichen Unterstützung zur beruflichen Neuorientierung. Auch der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Rörig, sagte, die Hürden für Betroffene blieben zu hoch, eine echte Beschleunigung der Verfahren sei nicht in Sicht. Auch der Weiße Ring hatte den Entwurf bemängelt.

Quelle: Domradio


5.1.2019 Der Papst hat einen chilenischen Geistlichen aus dem Bistum Talca, Luis Felipe Egana Baraona, laiisiert, nachdem er im Juni 2018 wegen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen suspendiert worden war. Die chilenische Staatsanwaltschaft spricht vbon mehr als 100 offenen Missbrauchsfällen in der Kirche, in die Dutzende Geistliche verwickelt seien. - Der Papst hat sich mit Schwester Carmen Sammut (67), der Vorsitzenden der weltweiten Ordensfrauen-Vereinigung (UISG), im Vatikan getroffen. Die UISG hatte im November Ordensfrauen, die Opfer von Missbrauch geworden sind, zur Anzeige aufgerufen.

Quelle: Domradio


5.1.2019  Inzwischen wird die sexualisierte Gewalt gegen drei mutmaßliche Opfer des ehemaligen Kardinals McCarrick vom Vatikan untersucht. Bislang waren zwei Fälle bekannt. In einem Fall ging es um einen nicht identifizierten Ministranten, der zweite Fall war der "Fall Grein". Der dritte Fall wurde vor knapp drei Monaten gemeldet. Das mutmaßliche Opfer war zum Tatzeitpunkt minderjährig. 


4.1.2019 Erzbischof Marcelo Daniel Colombo von Mendoza, Argentinien, hat vorübergehend ein ganzes Kloster schließen lassen. Zuvor waren zwei Mönche der Klostergemeinschaft Cristo Orante in Tupungato wegen Missbrauchsvorwürfen verhaftet worden. Die Schließung solle so lange andauern, bis die Vorwürfe geklärt seien.

Quelle: cruxnow.com, 7.1.2019  katholisch.de


4.1.2019 Bischof Gustavo Zanchetta, Assessor der päpstlichen Güterverwaltung, wird sexueller Missbrauch vorgeworfen. Die Vorwürfe werden derzeit vom Vatikan geprüft. Zanchetta war vom 23.7.2013 bis zum 1.8.2017 Bischof von Orán in Argentinien. Er bat den Papst, vom Bischofsamt zurücktreten zu dürfen. Grund sei ein schwieriges Verhältnis Zanchettas zum eigenen Klerus gewesen. Dem Bischof sei autoritäres Verhalten vorgeworfen worden. Eine Anschuldigung wegen sexuellen Missbrauchs habe es bis Dezember 2018 nicht gegeben. Der Papst nahm das Rücktrittsgesuch als Bischof von Orán an und berief Zanchetta am 19.12.2017 zum Assessor der päpstlichen Güterverwaltung. Im Dezember 2018 berichtete die argentinische Zeitung "El Tribuno" von den Anschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs. Zanchetta lässt derzeit seine Ämter in der Güterverwaltung ruhen.

 Quellen:  orf  katholisch.de  de.catholicnewsagency.com


4.1.2019 Kardinal Brandmüller ist der Ansicht, dass der Zusammenhang zwischen sexualisierter Gewalt und Homosexualität "statistisch erwiesen" sei. Der Skandal liege darin, dass die Kirche sich bei Missbrauch nicht von der Gesellschaft unterscheide: "Was in der Kirche an Missbrauch passiert ist, ist nichts anderes, als was in der Gesellschaft überhaupt geschieht." Der Kardinal empfiehlt, keine Homosexuellen zu Priestern zu weihen, weil eine homosexuelle Veranlagung schwer zu bewältigen sei. Außerdem müsse ein Priester väterlich sein: "Wer emotional nicht zu einer normalen menschlichen Liebe und Verantwortung für die Familie fähig ist, der würde auch als Priester Schwierigkeiten begegnen."

Quelle: katholisch.de


3.1.2019 Papst Franziskus hat den US-amerikanischen Bischöfen, die derzeit auf Wunsch des Papstes Exerzitien machen, einen Brief geschrieben. Darin ermutigt er sie zu Schritten gegen die Kultur des Missbrauchs und die Glaubwürdigkeitskrise der kath. Kirche. Die Glaubwürdigkeit habe mehr durch die Vertuschung als durch die Missbrauchsverbrechen gelitten. Der Papst warnte die Bischöfe vor Spaltung und der Flucht vor Verantwortung.

Quelle: press.vatican.va  kathpress.at  katholisch.de


3.1.2019 Der Münchner Sozialpsychologie Heiner Keupp, Mitglied der Unabhängigen Aufarbeitungskommission der Bundesregierung, sieht Defizite in der kirchlichen Missbrauchsaufarbeitung. Frauen als Täter seien vernachlässigt worden. Es brauche zudem ein Interventionsrecht der Aufarbeitungskommission. Auch der Staat sei in der Pflicht; er erstatte den Kirchen einen Großteil der Kosten für ihre Heime und Einrichtungen - und habe ihnen die Selbstkontrolle überlassen. Viele Bischöfe wollten das Thema aussitzen. Einigen Bischöfen habe er bei der Vollversammlung im September 2019 ihre Erschütterung angemerkt: "Aber die große Mehrheit sitzt da, und man versteht nicht, was hinter ihrer Fassade abläuft". Den Zölibat und verklemmte Sexualität als Grund für Missbrauch anzunehmen, überzeuge ihn jedoch nicht. Dabei werde die "Pastoralmacht" ausgeblendet, die als Zugriff auf die Seelen der Menschen verstanden werden könne.

In der evangelischen Kirche habe bislang nur die Nordkirche glaubhaft versucht, Übergriffe aufzuarbeiten. Keupp bemängelte, dass keiner der Betroffenen vor der Synode habe berichten dürfen. Als vorbildlich bezeichnete der Wissenschaftler die Praxis im US-Bundesstaat Pennsylvania. "Dort gibt es einen unabhängigen Beauftragten, dem alle Archive geöffnet werden. Sie haben dort sogar alle Namen von Tätern öffentlich genannt, egal, ob sie noch leben oder tot sind." Die Erforschung in kirchlichen Archiven müsse "unbedingt von unabhängigen Gremien gemacht werden".

Im Interview mit der Süddeutschen weist Keupp darauf hin, dass es wichtig sei, die Betroffenen in die Aufarbeitung einzubeziehen, "denn ohne ihr Engagement gäbe es den aktuellen Aufarbeitungsprozess gar nicht." In den Familien, sagt Keupp, gebe es keinen, "der das Thema offensiv nach außen trägt, die Opfer bleiben oft allein. So ähnlich ist es, wenn ein Pfarrer gegenüber einem Kind übergriffig war, auch dann blieb das Opfer oft allein. Deshalb fordern wir von der evangelischen Kirche: Ihr müsst den Betroffenen eine Plattform schaffen, damit sie sich austauschen können." Die Kirchen hätten sich daran beteiligt, den „Schweigecontainer dicht zu halten“, sagte der Sozialpsychologe. Erst die Skandalisierung der Missbrauchsvorwürfe durch die Medien und „die schwindende Macht der Kirchen" hätten zu einer Änderung der Haltung geführt.

Quelle: katholisch.de  Süddeutsche, Printversion; pro-medienmagazin.de


3.1.2019 Die AP hat nach Vorwürfen sexuellen Missbrauchs von Nonnen durch Priester und Bischöfe in Asien, Europa, Südamerika und Afrika in Indien genauer hingeschaut. Dabei deckte sie jahrzehntelangen Missbrauch von Nonnen auf. Das Ausmaß des Missbrauchs ist jedoch unklar. Der Vatikan weiß mindestens seit 1998 von Missbrauch von Nonnen durch Priester in Afrika: Die Ordensschwester Maria McDonald hatte den Vatikan in einem streng vertraulichen Bericht darauf hingewiesen und über die Konsequenzen berichtet: "Die Ordensschwestern werden in der Regel entlassen, während die Priester oftmals lediglich in eine andere Pfarrei versetzt oder zu Studienzwecken weggeschickt werden."

Quelle: ap-news


2.1.2019 Die US-amerikanische Bischofskonferenz hatte eine Laienkommission vorgesehen, die die diözesane Aufklärung von Missbrauchsfällen untersuchen sollte und einen neuen Verhaltenskodex für US-Bischöfe. Der Verhaltenskodex war in der Bischofskonferenz umstritten. Der Vorsitzende der Konferenz, DiNardo, informierte die Bischöfe am 12.11.2018, dass sie die Konferenz der Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen im Februartreffen 2019 abwarten müssten. Nun zeigt sich, dass die Anordnung des Vatikans bereits am 6.11.2018 erfolgte. Auch soll es vonseiten des Vatikans kirchenrechtliche Bedenken gegen den Aktionsplan gegeben haben.

Quelle: kathpress.at


2.1.2019 Der Vatikan soll bereits seit 1943 Hinweise auf sexuelle Übergriffe Marcial Maciels (1920-2008) gegenüber Minderjährigen gehabt haben. Die spanische Zeitung El Pais bezieht sich auf eine Aussage des Präfekten der vatikanischen Ordenskongregation, Kardinal Joao Braz de Aviz, bei einem Podiumsgespräch Mitte November in Madrid. Die Pressestelle der Legionäre Christi in Düsseldorf teilte mit, die historische Entwicklung der Verdachtsmomente sei für den Orden selbst "schwierig nachzuverfolgen"; der Vatikan habe die betreffenden Akten nicht zur Einsicht freigegeben. Bislang war lediglich bekannt, dass der Vatikan seit Mitte 1956 informiert war - und nichts unternahm.

Quelle: katholisch.de  religionsphilosophischer-salon.de 7.1.2019


1.1.2019 Mehr als 200 der 271 aktiven und 185 emeritierten US-amerikanischen Bischöfe begeben sich eine Woche lang in Klausur. Begleitet werden sie vom päpstlichen Prediger, Kapuzinerpater Raniero Cantalamessa. Cantalamessa hatte 2010 bei einem Karfreitagsgottesdienst im Beisein von Papst Benedikts einen Vergleich zwischen den Vorwürfen gegen die katholische Kirche und ihr Oberhaupt im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal und der kollektiven Gewalt gegen die Juden gezogen.

Quelle: katholisch.de


1.1.2019 Ein gutes Neues Jahr allen, die hier vorbeischauen! "Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen. Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen." Das schrieb Bonhoeffer 1943. Es gilt bis heute.


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