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   Filme

1992 wurde der Film "Die Jungen von St. Vincent" gedreht. Er schildert eindrücklich, wie Kinder in einem Waisenhaus - Mount Cashel Orphanage in St. Johns/Neufundland -, körperlich, seelisch und sexuell missbraucht wurden, wie sie als Erwachsene noch immer darunter leiden und wie der religiöse Kontext den Missbrauch der Kinder grundierte. Die Täter gehörten den Christian Brothers an. Weltweit lag der Anteil der Beschuldigten unter den Christian Brothers bei 22 Prozent der Ordensmitglieder. Die kanadische "Königliche Kommission" unter dem Vorsitz eines pensionierten Richters, Samuel Hughes, musste erkennen, dass sowohl die kirchlichen Verantwortlichen als auch die staatlichen Behörden die Justiz behinderten.  Am Ende wurden elf Christian Brothers des Mount Cashel Waisenhauses zu 4 Monaten bis 11 Jahren Gefängnis verurteilt.

s. auch den Bericht des Schauspielers Gabriel Byrne


Das dunkle Geheimnis, 2018

Im Februar 2018 berichten drei Frauen, was ihnen als Kind widerfahren ist: Missbrauch in der eigenen Familie oder im familiären Umfeld. Täter waren der Großvater, der Vater, die eigene Mutter. 

Die Filmemacherin Mechthild Gassner berichtet: "Ich hatte über die erschreckend hohen Zahlen von Kindesmissbrauch gelesen: jedes siebte Kind sei davon betroffen, rein rechnerisch gesehen ein bis zwei Kinder in jeder Schulklasse. Was mich aber zutiefst erschreckt hat ist, dass die Mehrzahl der Übergriffe in der eigenen Familie und dem familiären Umfeld stattfinden – davon circa zwei Drittel auf Mädchen, ein Drittel auf Jungen. Wenn ich fortan durch die Straßen ging oder in der Bahn saß, habe ich mich oft gefragt, wer von den Anwesenden wohl dieses Leid erlebt hat. Ich selbst kannte keine Person, so glaubte ich damals zumindest, denn niemand im Freundeskreis hatte je darüber gesprochen. Ein Irrtum, wie ich heute weiß."

 

Der Film "Erlöse uns vom Bösen" ("Deliver Us From Evil") von Amy Berg ist eine ehrliche und behutsame Behandlung des schwierigen Themas Kindesmissbrauch in der Katholischen Kirche. Er beschäftigt sich mit dem Missbrauchstäter Pater Oliver O'Grady, der in Kalifornien Dutzende Kinder aus katholischen Familien missbrauchte und deren Eltern übr zwei Jahrzehnte betrog, um Zugang zu ihren Kindern zu bekommen. Seit 1973 wusste die Kirche über seine Vergewaltigungen von Kindern Bescheid. Sie versetzte den Täter mehrfach. EIndrücklich beschreibt der Film die Gewissenlosigkeit des Täters und die vom Schicksal der Opfer unberührten Kirchenverantwortlichen.

Der Film beschreibt in vielen Interviews mit Opfern und deren Familien die Folgen der erlittenen Gewalt. Auf einfühlsame Art werden die Opfer befragt, ihnen wird Raum gegeben, sie bekommen eine Stimme. Deutlich wird in dem Film auch, dass nicht nur das Vertrauen der damaligen Kinder und Jugendlichen missbraucht wurde, auch das Vertrauen in Kirche und Gott - und nicht selten der Glaube - der Familien wurde zerstört.

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El Club

entstand im Juli und August 2014. Der Film zeigt das unfreiwillige Zusammenleben von vier Patres. Sie leben in einem abgelegen Haus einer kleinen Ortschaft an der chilenischen Nordküste. Sie sollen für Verfehlungen aus ihrer Vergangenheit büßen. Strafverfolgung haben sie nicht zu befürchten.

In den asketischen Alltag kommt ein neuer Mitbewohner, der seine eigene Vergangenheit mit- und das fragile Gleichgewicht durcheinander bringt...

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