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 Gebete von Carola Moosbach

Gottesfinsternis  (Zum Karfreitag)

Da brach jeder Halt weg
und schien auch kein Sinn mehr
da schloss sich die Angst
wie ein Schmerz um die Seele
da war auch kein Trost mehr
die anderen lachten
und Du ganz alleine im DunkelnDa hab ich Dich schreien gehört
Bruder
da hab ich Dich weinen gehört
Schwester
da hab ich Dir glauben gelernt
Gott Schwester Bruder
dass Du auch mein Weinen und Schreien hörst

Carola Moosbach
Lobet die Eine, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2000

 Bilder und Gebete von raphaela seyfert

nimm mein schweigen auf in deine stille,
mein lautloses schreien in dein hören,
die trauer lass nicht ins leere gehen,
der aufkeimenden wut gib raum,
der sehnsucht begegne mit deinem trost,
lass die tränen in dir geborgen sein,
gib mut, die gefühle auszuhalten
und die bilder in mir
leg deine liebende hand auf allen schmerz…
und lass dein kind nicht los.
birg mich, o gott, in dir.
20.11.13, © r.

 Gebete von Suse

Verbündet
Ich bin verbündet, mit dir, gegen sie,
dagegen, immer wieder zu hören
wie ein Täter aus dir spricht… oder eine Täterin…
Dagegen, dass die Stimme dir sagt,
dass du wertlos bist, Abfall, falsch, unwert;
dass du es wolltest, dass du genau so bist wie sie
und dass du schweigen muss,
dass dir niemand glaubt, dass dich niemand erträgt…
Aber ich bin verbündet und glaube dir, ich halte dich aus
und das, was du erzählst, wenn du es erzählst…
und auch, wenn du selbst glaubst,
was sie dir eingetrichtert haben.

 (Überlebens-)Texte einer Protestantin

© A:, Frühling

Wo bist Du, Gott?
Bist Du nicht schon lange weg von mir?
Und immer noch werfe ich alles zu Dir
was Hoffnung heißt in mir.
Immer noch schreie ich,
mit jedem Atemzug, den Du mir gegeben hast.

Meine Bitten sind aufgebraucht, Gott,
aber nicht meine Hoffnung.
Wer bin ich, Gott,
wer bin ich bei Dir?
Du hast mich nicht bewahrt
vor dem Bösen.

Nora, Pfingsten 2013

 Gebete von Schwester Simone

Wo wohnt Gott?

Er will in deiner und meiner Sehnsucht
lebendig werden – Wohnung nehmen. 
Seine Wohnung ist mitten in der Welt,
in dir, in mir, in jedem Menschen.
28.3.2009

Missbrauchslitanei G. Hanefeld

Auf dich sind sie geworfen
von Mutterleibe an.
Du, mein Gott,
wir schreien zu dir.
Beeil dich…


 Gebete von U.

Gott!
Ich suche deine Nähe.
Ich nehme die Bibel und lese darin.
Ein Gefühl von Sicherheit,
Geborgenheit,
liebevoller Kritik
und Vertrautheit
erfasst mich,
wie wenn ich nach Hause komme.
Ich danke dir.    Amen.

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